Streetscooter GmbH erhält „AC2-Innovationspreis Region Aachen“

Von: Anja Clemens-Smicek
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Würdiger Rahmen für die Preisverleihung: Im Krönungssaal des Aachener Rathauses verfolgten rund 600 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Politik die Ehrung der Preisträger. Foto: Andreas Herrmann
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Die Sieger des AC2-Gründungswettbewerbs: drei Gründer der AeroFib (v.li.), Gunnar Henrik Seide, Alexander Lücking und Wilhelm Steinmann. Foto: Andreas Herrmann
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1. Platz bei der AC2-Wachstumsinitiative für einen Grillhandschuh: Susanne Bielen (li.) und Katrin Weith von der Adolf Jungfleisch GmbH. Foto: Andreas Herrmann
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Die Gewinner des AC2-Innovationspreises: Fabian Schmitt (li.) und Prof. Achim Kampker von der Streetscooter GmbH. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Existenzgründer sind wie ein Lebenselixier für unsere Wirtschaft.“ Treffender als mit diesem Satz aus dem Grußwort von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD), Schirmherr des Geschäftsplanwettbewerbs „AC2 – Gründung, Wachstum, Innovation“, lässt sich der diesjährige Preisträger kaum beschreiben.

Die Streetscooter GmbH wurde am Donnerstagabend im Krönungssaal des Aachener Rathauses mit dem begehrten „AC²-Innovationspreis Region Aachen“ ausgezeichnet. Jenes Unternehmen, das vor sieben Jahren im Umfeld der RWTH Aachen entstand und die Elektromobilität fernab der großen Automobilkonzerne salonfähig gemacht hat. Ausgelobt wurde der Preis von der Stadt und der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Heinsberg und Euskirchen.

In ihrer Begründung hob die Jury hervor, dass die Streetscooter GmbH ein serienreifes und günstiges Elektromobil mit neuer Sichtweise auf das gesamte Thema Fahrzeugentwicklung konzipiert habe: von der Produktentwicklung bis zu den Produktionsprozessen.

Der Vorsitzende der Jury, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, überreichte dem Gründer und CEO Prof. Achim Kampker sowie dem Technischen Direktor Fabian Schmitt die Innovationspreis-Skulptur des Künstlers Rolf Jägersberg. Etschenberg sprach in seiner Laudatio vor rund 600 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Politik von einer „beispiellosen Erfolgsgeschichte“.

An die Adresse von BMW, VW und Co. gewandt, ergänzte er: „Innovativ ist, dass Streetscooter die Idee losgelöst von den normalen Produktionszyklen der großen Automobilindustrie umgesetzt hat.“ Das Unternehmen sei ein echtes Aushängeschild für die Automotive-Region Aachen. Etschenberg: „Man kann stolz sagen: Wir bauen wieder Autos!“

Keine Autos, aber dafür maßgeschneiderte Arbeits- und Schutzhandschuhe für Großunternehmen, Mittelständler und Handwerksbetriebe stellt die Adolf Jungfleisch GmbH aus Erkelenz her. Das Unternehmen wurde mit dem mit 5000 Euro dotierten ersten Preis der AC2-Wachstumsinitiative ausgezeichnet. 2015 übernahmen Susanne Bielen und Sylvia Laufer das seit 1919 bestehende Familienunternehmen.

Die Geschäftsführerinnen entwickelten den Hitzeschutzhandschuh der Jungfleisch GmbH für den Endkunden weiter. Mit dem „Feuermeister“ werde nicht nur das Sortiment erweitert, sondern auch der Mitarbeiterstamm von zwölf auf 18 Personen aufgestockt. Ab 2018 wolle man den „Barbecue-Markt rocken“, kündigte Susanne Bielen an.

Mit seiner Festrede „Utopie macht Umsatz! Das Unmögliche denken, um das Mögliche zu schaffen“ unterhielt der Innovationsexperte Gerriet Danz nicht nur die Gäste, sondern spannte auch den Bogen zum AC2-Gründungswettbewerb. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis geht 2017 an die AeroFib des Instituts für Textiltechnik der RWTH.

Das Spin-off verfolgt die Produktion und Vermarktung von flexiblen, leichten und isolierenden Aerogelfasern. Das sind die leichtesten Materialien der Welt und sogar noch bei Temperaturen von bis zu 1000 Grad stabil. Das Team um die Gründer Prof. Thomas Gries, Alexander Lüking, Davide Pico, Gunnar Henrik Seide und Wilhelm Steinmann setzt auf Kunden aus der Automobil-, Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie.

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