Stimmung in NRW-Wirtschaft auf Tiefpunkt

Von: dpa
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Düsseldorf. Die Stimmung in der Wirtschaft Nordrhein- Westfalens ist nach einem achtmonatigem Abwärtstrend auf einem vorläufigen Tiefpunkt angekommen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für NRW stieg im Februar minimal an.

Zwar beurteilten die rund 1000 befragten Unternehmen ihre Geschäftslage im Durchschnitt noch ungünstiger als im Vormonat. Bei der Entwicklung in den nächsten sechs Monaten waren sie jedoch weniger skeptisch als in den vorangegangenen drei Monaten.

Das teilten die NRW.BANK und das Wirtschaftsministerium am Montag mit. Gleichzeitig gab das Statistische Landesamt bekannt, dass der Export der NRW-Wirtschaft 2008 erstmals seit zehn Jahren zurückging.

Im Bauhauptgewerbe und im Einzelhandel verbesserte sich das Klima. In der Industrie war die Stimmung laut Ifo dagegen im Februar noch schlechter als im Januar. Grund sei eine weitere Verschlechterung der der aktuellen Geschäftslage.

Bei den Perspektiven für das nächste halbe Jahr seien die Industrieunternehmen nicht mehr so pessimistisch wie im Quartal zuvor. Die Exportaussichten würden weniger ungünstig bewertet. Für die nächste Zeit würden weitere Produktionskürzungen geplant, wenn auch nicht mehr so häufig wie zuletzt. Auch im Großhandel von NRW hat sich das Geschäftsklima verschlechtert.

2008 nahmen die Exporte der NRW-Wirtschaft um 1,4 Prozent auf 172,1 Milliarden Euro ab. Zuletzt waren die Exporte der NRW- Wirtschaft 1999 geschrumpft. Sie gingen damals um zwei Prozent zurück. Im Dezember 2008 brachen die Exporte im zweiten Monat in Folge zweistellig ein.

Nach einem Minus von 17 Prozent im November betrug der Rückgang im Dezember 10,8 Prozent. Bereits im August hatte die Wirtschaftskrise zu einem Exportrückgang geführt. Im September und Oktober waren aber Zuwächse verzeichnet worden. Im Unterschied zu den Exporten stiegen die Importe im Gesamtjahr 2008 an. Der Wert der eingeführten Waren nahm um 5,3 Prozent auf 189,6 Milliarden Euro zu.

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