SPD fordert Boni-Verbot für WestLB-Manager

Von: dpa
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Der WestLB-Firmensitz in Düsseldorf. Foto: dpa

Düsseldorf. Die SPD-Opposition hat an die WestLB und die nordrhein-westfälische Landesregierung appelliert, Bonus- Zahlungen an Bank-Mitarbeiter zu verhindern. Es sei unglaublich, dass in den Chef-Etagen der WestLB überhaupt schon wieder über Boni nachgedacht werde, sagte SPD-Oppositionschefin Hannelore Kraft am Mittwoch in Düsseldorf.

In Zeiten, in denen die Steuerzahler die Bank mit Milliarden-Bürgschaften schützen müssten und Arbeitsplätze gefährdet seien, müssten Boni ausgeschlossen werden. Kraft sprach von einer „Gier-ist-geil-Mentalität”, die sich wieder breitmache. Dies müsse eine „Richtungsentscheidung” bei der Bundestagswahl stoppen.

„Boni sind nicht grundsätzlich zu verteufeln, sondern richtig einzusetzen”, meinte dagegen der finanzpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Volkmar Klein. „Wenn Geschäftsbereiche erfolgreich arbeiten und damit das Gesamtergebnis der Bank verbessern, haben die Mitarbeiter, die zum Erfolg beitragen, auch eine Leistungskomponente verdient.”

Eine Bank bestehe ja auch nicht nur aus Managern. „Die SPD in NRW kann nur populistische Parolen verkünden, vergisst dabei aber die Arbeitnehmer”, bemängelte Klein. Im Übrigen sei zu erwähnen, dass die WestLB im vergangenen Jahr auf Bonizahlungen verzichtet habe. Eine grundsätzliche Kurskorrektur bei den Banken mit „langfristiger Wertorientierung und Abkehr von kurzfristigem Gewinnstreben” fordert aber auch die CDU.

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