Sparkasse Aachen verzeichnet schwaches Einlagengeschäft

Von: hjd
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Aachen. Die „Merkel-Garantie” hinterlässt auch bei der Sparkasse Aachen Spuren. „Seitdem die Bundesregierung eine Einlagengarantie ausgesprochen hat, ist der Sicherheitsaspekt bei den Kunden wieder in den Hintergrund getreten”, sagt Vorstandschef Hubert Herpers und spricht von einer Entwicklung, die nach dem enormen Zufluss bei den Einlagen im Herbst 2008 „wieder zur Normalität zurückgekehrt” sei.

Der Bestand der Einlagen lag zur Jahresmitte bei 6,67 Milliarden Euro, 160 Millionen Euro oder 2,3 Prozet weniger als im Vorjahr. Ein Minus von 124 Millionen entfiel dabei allein auf die Einlagen privater Kunden. Die Spareinlagen legten gegen den Trend um 303 Millionen auf 2,5 Milliarden zu, bei den Inhaberschuldverschreibungen und Sparbriefen gab es einen Rückgang um 26,5 Prozent.

Der Wertpapierumsatz bleib mit 438 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (583 Millionen) zurück, es wurde jedoch mehr gekauft als verkauft. Stichwort „Merkel-Garantie”: Die Anlagen der Privaten gingen unter dem Strich um 42 Millionen zurück, im ersten Halbjahr 2008 waren sie noch um 27 Millionen gestiegen.

Der Bestand der Kundenkredite wurde um 53 Millionen (plus 0,9 Prozent) auf 6,1 Milliarden Euro gesteigert. Es sei jedoch spürbar, dass die Unternehmen weniger Kredite in Anspruch nähmen, weil etwa Investitionen zurückgestellt würden, sagte Vorstandsmitglied Norbert Laufs. Von einer Kreditklemme könne bei der Sparkasse keine Rede sein, betonte er. Die Geschäftspolitik habe sich nicht verändert. Allerdings wird die Risikovorsorge im Kreditgeschäft höher ausfallen als im Vorjahr. Die Rückstellung steigt um 30 Prozent, „bewegt sich allerdings im kalkulierten Rahmen”, so Laufs.

Dass die Sparkasse ein Institut mit langer Tradition ist, beweist sich in diesem Jahr. Sie basiert auf 175 Jahren, denn am 21. Juni 1834 wurde auf Initiative von David Hansemann der „Aachener Verein zur Beförderung der Arbeitsamkeit gegründet, der eine Sparkasse in Aachen betrieb. Aus diesem Anlass wird es nicht nur eine Festschrift mit einigen historischen Schätzen geben, sondern auch eine Jubiläums-Anlage mit besonderen Konditionen. Außerdem erhöht die Sparkasse das Kapital ihrer drei Stiftungen „Kulturstiftung”, „Jugendförderungswerk”, „Bürgerstiftung” um zehn Millionen auf 14,7 Millionen Euro.
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