Sparkasse Aachen: „Spitzenjahr“ in schwierigen Niedrig-Zins-Zeiten

Von: hjd/tka
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Ein Sparkassen-Schriftzug spiegelt sich im Aufzug einer Filiale. Foto: Arno Burgi/dpa

Aachen. Es war kein einfaches Jahr für die Banken und Sparkassen in Deutschland. Die Niedrigzinsphase verleidet den Menschen das Sparen, die rasante Entwicklung des deutschen Aktienindex Dax lässt die Anleger oft ratlos zurück.

Und dann flutet die Europäische Zentralbank, wie es Hubert Herpers formuliert, den Markt mit Milliarden. „All das ist nicht in unserem Sinne“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Aachen. Und dennoch: Herpers betont, die Sparkasse habe nichtsdestotrotz die eigenen Erwartungen übertroffen und ein „Spitzenjahr“ hinter sich.

In Zahlen ausgedrückt heißt das: Die Bilanzsumme der Sparkasse Aachen ist noch einmal um 70 Millionen Euro auf rund 10,4 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von 0,7 Prozent.

Dafür gibt es Gründe – und zwar drei wesentliche: Die Sparkasse Aachen kann ein kontinuierliches Wachstum bei den privaten Einlagen verzeichnen. Bei den bloßen Privateinlagen wurde mit einem Plus von 176 Millionen Euro der zweitbeste Wert der vergangenen 15 Jahre verbucht – nach dem Spitzenwert von 203 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014. Inklusive der abgesetzten Wertpapier (26 Millionen plus nach 19 Millionen Euro minus 2014) an Privatanleger steht in der Bilanz sogar ein Rekordwert mit einem Plus von 202 Millionen Euro.

Das Kreditgeschäft boomt

Erzielt wurden zudem Spitzenwerte im Kreditgeschäft. Der stellvertretender Vorstandsvorsitzende Norbert Laufs sieht auch hier ungebremstes Wachstum: an mittel- und langfristigen Darlehen stellte die Sparkasse ihren Kunden 2015 rund 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Das sind 12,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen besonders hohen Zuwachs gab es bei den gewerblichen Finanzierungen: 776 Millionen Euro entsprechen einem Plus von 24,8 Prozent. Und dann kann die Sparkasse auf eine unverändert überdurchschnittliche Ertragslage blicken.

Unterm Strich wird mit einem Betriebsergebnis von 144 Millionen Euro (im Jahr 2014: 160 Millionen Euro) gerechnet, welches acht Millionen über den Erwartungen liegt. Der Jahresüberschuss wird mit 42,3 Millionen Euro angegeben (2014: 44,5 Prozent), davon sollen 16,4 Millionen Euro an die Träger ausgeschüttet werden. Die Kernkapitalquote beträgt 19,05 Prozent, die Cost-/Income-Ratio, das Verhältnis von Aufwand und Ertrag, stieg von 49,5 auf 52,8 Prozent.

Zum Jahresende beschäftigte die Sparkasse 2047 Mitarbeiter zuzüglich 329 Mitarbeitern in Tochtergesellschaften. Das Filialnetz wurde entgegen des Branchentrends nicht ausgedünnt, es wurde sogar eine neue Dependance auf dem Campus der RWTH Aachen eröffnet.

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