Sondereffekt fehlt: Paion AG bußt bei Umsatzerlösen ein

Von: chm
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Hofft auf eine Lizenzvereinbarung mit dem südkoreanischen Medikamentenhersteller Hana Pharm: Wolfgang Söhngen, Geschäftsführer der Aachener Paion AG. Foto: Tom Rathmann

Aachen. Die Umsatzerlöse des Aachener Biopharmazie-Unternehmens Paion AG sind im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21,6 Millionen Euro auf 1,2 Millionen Euro gesunken (-94,7 Prozent). Das teilte das börsennotierte Unternehmen am Mittwoch in Aachen mit.

Im Vorjahreszeitraum hatte Paion allerdings auch von einem Sondereffekt profitiert: Die Aachener hatten die Rechte am Schlaganfallmedikament Desmoteplase für 20,1 Millionen Euro an den schwedischen Pharmaziekonzern Lundbeck verkauft. Dies hatte Paion im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von 26,8 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 16 Millionen Euro eingebracht. Zudem entließ das Unternehmen, das auch über eine Niederlassung im britischen Cambridge verfügt, zwölf seiner 26 Mitarbeiter.

Die Umsatzerlöse für das erste Halbjahr 2013 basieren im Wesentlichen auf eine Meilensteinzahlung des chinesischen Lizenznehmers Yichang für den im Berichtszeitraum abgeschlossenen Technologietransfer, teilte Paion mit. Im gleichen Zeitraum investierte das Unternehmen für Forschung und Entwicklung zwei Millionen Euro, die laut Angaben im Wesentlichen Paions Hoffnungsträger, das Anästhetikum Remimazolam, betrafen. Erst vor einigen Tagen hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die Genehmigung erteilt, Remimazolam in der klinischen Phase-II-Studie am Patienten zu testen. Im Rahmen dieser Studie sollen 90 Patienten behandelt werden. Ergebnisse werden im ersten Halbjahr 2014 erwartet.

"Wir können mit dem bisherigen Jahresverlauf zufrieden sein“, sagte Paion-Vorstandschef Wolfgang Söhngen am Mittwoch. Rückenwind erhalte das Unternehmen vor allem durch die Anfang Juli mit dem südkoreanischen Konzern Hana Pharm getroffene exklusive Optionsvereinbarung: Sie räumt dem Medikamentenhersteller das Exklusivrecht ein, mit Paion über Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Remimazolam zu verhandeln. Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet der Vorstand Umsatzerlöse in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Kommt es noch in diesem Jahr zu einer Lizenzvereinbarung mit Hana Pharm, rechnet Paion laut Mitteilung mit Umsatzerlösen von 2,2 Millionen Euro.

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