Sonderangebot: Maastricht Aachen Airport für einen Euro

Von: Berthold Strauch
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Die Provinz Limburg will den finanziell angeschlagenen Maastricht Aachen Airport übernehmen. Foto: Berthold Strauch

Maastricht. Die niederländische Provinz Limburg will den finanziell angeschlagenen Maastricht Aachen Airport (MAA) übernehmen. Dies bestätigte Egbert Hanssen, Sprecher des limburgischen Wirtschaftsministers Twan Beurskens, am Mittwoch gegenüber unserer Zeitung.

Der Preis soll einen symbolischen Euro betragen. Jetzige Eigentümer sind die britische Flughafen-Betreibergesellschaft Omniport und der niederländische Baukonzern Dura Vermeer. Die Provinz will die Start- und Landebahnen, die Hangars, Terminals und weitere Flughafenimmobilien übernehmen, insgesamt eine Fläche von rund 180 Hektar.

Schon in diesem Frühjahr hatte die Provinz dem Airport mächtig unter die Arme gegriffen. Dazu wurde ein Zuschuss in Höhe von 4,5 Millionen Euro bereitgestellt, um den Betrieb weiter zu gewährleisten und öffentliche Infrastruktur wie etwa die Flughafenfeuerwehr und Sicherheitsservice bereithalten zu können. Dazu hat die Provinz zwei Luftfahrtexperten in die MAA-Geschäftsführung entsandt, um ihre Interessen wahrnehmen zu lassen und nach Sparmöglichkeiten Ausschau zu halten.

Bevor die Provinz tatsächlich den Airport übernimmt, muss das Limburger Parlament indes erst noch formal dieser Absichtserklärung zustimmen. Die entscheidende Sitzung ist für den 7. Februar 2014 geplant. Hanssen geht davon aus, dass die Politiker dabei mitmachen werden. Denn die Alternative sei der Konkurs des MAA und damit die Einstellung des Flugbetriebs. Diese wichtige Infrastruktureinrichtung der Region solle aber auf jeden Fall fortgeführt werden, fügte der Sprecher auf Nachfrage an.

Bis zum politischen Votum will die Provinz zudem den dringendsten Investitions- und Modernisierungsbedarf auf dem Flughafen ermitteln. Bislang gebe es dazu noch keine gesicherten Zahlen, so Hanssen. Mit einer höheren Millionensumme dürfte indes zu rechnen sein. „Wir wollen den Airport damit für einen künftigen Betreiber interessant machen“, unterstrich der Sprecher des Ministers. Ansonsten wäre er wohl nicht zu vermitteln. Eine entsprechende Suche nach potenziellen Interessenten für die Konzession solle europaweit erfolgen.

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