Sogar neue Verbindungen sind möglich

Von: Berthold Strauch
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Mit Fertigstahlteilen wächst
Mit Fertigstahlteilen wächst das neue Cargo-Terminal rasant in die Höhe, jetzt wurde Richtfest gefeiert: Im Januar 2012 soll die Halle am Maastricht Aachen Airport bezugsfertig sein. Foto: Berthold Strauch

Maastricht. Der „Hausflughafen” der Region wird immer beliebter. Die Passagierzahlen des Maastricht Aachen Airports (MAA) klettern mächtig nach oben - auch wegen der deutschen Luftverkehrsabgabe.

Und in ähnlich umfangreicher Weise nimmt auch das Frachtaufkommen zu - so sehr, dass die optimistischen Verantwortlichen trotz der wirtschaftlich eher unsicheren Phase im Augenblick kräftig investieren, um der erhofften weiter wachsenden Flut an Waren auch in naher Zukunft noch Herr werden zu können.

Richtfest für Cargo-Terminal

Nun wurde das Richtfest für ein umfangreiches neues Cargo-Terminal gefeiert. In Windeseile wachsen die vorbereiteten Stahlteile in den Himmel. Erst im Juli haben die Arbeiten begonnen. Und bereits im kommenden Januar soll dieses Projekt fertiggestellt sein.

Die neue Halle wird über eine Fläche von 9000 Quadratmetern verfügen, trotz der aktuellen Engpässe „nur” 500 Quadratmeter größer als das jetzige Terminal. Doch die Baumaßnahmen gehen nach der Übergabe munter weiter. Denn gleich nebenan wird voraussichtlich ab 2014 ein gleichfalls 9000 Quadratmeter großer Erweiterungsbau angefügt, zu dem auch Büroeinheiten gehören werden. Und wenn diese Bauteil fertig ist, wird das alte Cargo-Terminal jenseits der Start- und Landebahn geräumt, die Abfertigung zur Erleichterung der Arbeitsabläufe wieder an einer gemeinsamen Stelle konzentriert.

Die dann freiwerdende Halle soll danach für die Flugzeugwartung genutzt werden, erläuterte MAA-Sprecher Mark Keulers im Gespräch mit unserer Zeitung. Das gesamte Großvorhaben, das 2015 abgeschlossen sein soll, ist mit Investitionen in einer Gesamthöhe von rund 20 Millionen Euro verbunden. Der erste Teil, der nun im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand, schlägt nach Keulers Angaben mit sieben Millionen Euro zu Buche.

Für dieses Jahr erwartet der Airport in den Niederlanden ein Cargoaufkommen von 110.000 Tonnen. Im vergangenen Jahr schlug der MAA insgesamt eine Frachtmenge von 89.000 Tonnen um. Zu der Steigerung trägt neben den etablierten Fluggesellschaften auch ein Neuling bei, die Royal Jordanian Cargo. Diese königliche Gesellschaft aus dem Nahen Osten hat Maastricht zu ihrem zentralen europäischen Hauptumschlagplatz erkoren.

Ähnlich wie die Fracht entwickeln sich auch die Passagierzahlen auf dem MAA deutlich nach oben. Bis Ende dieses Jahres erwartet der Airport nach Keulers Angaben rund 400.000 Fluggäste. 2010 waren es lediglich 280.000 Passagiere, die in Südlimburg abgefertigt wurden. Derzeit bemüht ein Konsortium aus niederländischen Privatinvestoren aus Industrie und Touristik, das noch ungenannt bleiben möchte, um den Aufbau neuer Flugverbindungen von Maastricht aus. Als Ziele werden Amsterdam und London sowie München angestrebt. Derzeit liefen Gespräche mit der Provinzregierung, die ein mögliches staatliches Investment mit zum Ziele hätten, so Keulers. Insgesamt 5,4 Millionen Euro müssten aufgebracht werden - mit Blick auf weitere Infrastrukturprojekte. Führen die Verhandlungen zum Erfolg, sollen schon im Sommer 2012 die zusätzlichen Destinationen angesteuert werden.

Nachtflugverbot bleibt

Am Nachtflugverbot soll laut Keulers übrigens nicht gerüttelt werden. Spätestens um 23 Uhr ist jeweils Schluss. Das Frachtzentrum wird auch von Logistikfirmen aus der Aachener Region stark in Anspruch genommen.

Parallel zum neuen Cargo-Terminal machen auch die Pläne zur Entwicklung des benachbarten Businessparks „Aviation-Valley” große Fortschritte. Konkrete Verhandlungen mit ansiedlungswilligen Unternehmen liefen vielversprechend, sagte MAA-Sprecher Mark Keulers. Derzeit sichert der Airport rund 2600 Arbeitsplätze direkt und indirekt, wozu etwa auch Lkw-Fahrer der ansässigen Speditionen zählen. Der MAA selbst hat rund 200 Mitarbeiter.
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