Aachen - Sehr begehrt: Gewerbeflächen in der Aachener Region

Sehr begehrt: Gewerbeflächen in der Aachener Region

Von: Berthold Strauch
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Aachen. „Es geht wieder bergauf”, sagt Ulrich Schirowski. Der Geschäftsführer der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit) bezieht sich dabei auf die neue Auflage des Gewerbeflächen-Monitoringberichts.

Demnach, so Schirowski, habe sich die Nachfrage nach Ansiedlungsgrundstücken in der Aachener Region nach dem Krisenjahr 2009 in 2010 wieder deutlich erholt. Rund 60 Hektar, verteilt auf 96 Grundstücke, sind abgesetzt worden. Somit investierten die Unternehmen im vergangenen Jahr wieder „mit größerer Zuversicht in Grund und Boden”.

Gegenüber 2009 entsprechen diese Zahlen einer Verdoppelung. Neun von zehn Betriebe erwarben Grundstücke von unter einem Hektar. 85 Prozent der Nachfrage kam von Firmen aus der Region. Dabei stellten das Handwerk und das Baugewerbe die stärkste Käufergruppe. Verkäufe wurden aus 29 der 46 regionsangehörigen Kommunen verzeichnet. Dazu zählen die Städteregion Aachen sowie die Kreise Düren, der allein gut ein Drittel der Verkäufe registrierte, Heinsberg und Euskirchen. Die Wirtschaftskraft der Region basiere überwiegend auf lokalen Ressourcen, machte Schirowski deutlich. 54 Prozent der Grundstückskäufe stammten von Unternehmen aus derselben Kommune, was gelegentlich mit einem Umzug verbunden war. Erweiterungsfläche wurde in 36 Prozent der Fälle am etablierten Standort in Anspruch genommen.

Echte Ausnahmen waren großflächige Geschäfte mit ausländischen Investoren. So siedelte sich ein medizintechnisches Unternehmen aus den USA in Baesweiler an, in Geilenkirchen ein Ungar aus der Lebensmittelbranche und in Nettersheim ein holzverarbeitender ostbelgischer Betrieb.

Zufrieden zeigte sich auch Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp mit den Daten. Denn die Stadt hat mit 6,7 Hektar verkaufter Fläche das beste Resultat seit Beginn des Monitorings vor acht Jahren erzielt. Mit allein vier Hektar war dabei ein „Stiefkind” vertreten, der grenzüberschreitende Gewerbepark Avantis, wo die Vermarktung bislang insgesamt weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Als zugkräftig erweist sich das Hochschulareal Campus Melaten, wo es erste Verkäufe gab.

Die Perspektiven für 2011 sindvielversprechend. Nach dem Stand bisheriger Verhandlungen könnten die letzten Ergebnisse getoppt werden. In Zukunft soll stärker auf Nachhaltigkeit gesetzt werden, etwa durch die Nutzung von Brachflächen. Noch reicht der Flächenvorrat: Rund 1100 Hektar könnten zeitnah besiedelt werden.
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