Schlechtes Wetter steigert Lust auf Süßes von Lambertz

Von: Berthold Strauch
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Lambertz
Der Verkaufsstart des Weihnachtsgebäcks von Lambertz ist bisher sehr erfolgreich gelaufen. Symbolbild: dpa

Aachen. Trotz eines Umsatzplus von lediglich 0,5 Prozent auf 562 Millionen Euro sprach Lambertz-Alleininhaber Hermann Bühlbecker bei der Vorlage der Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2012/13 von einem „sehr guten Ergebnis“: Der Aachener Süßwarenkonzern sei mittlerweile „Weltmarktführer im Saisongeschäft“.

Angesichts dessen falle weiteres Wachstum in einem insgesamt stagnierenden Markt schwer, betonte Bühlbecker gestern in Aachen. Das Unternehmen, das vor 325 Jahren gegründet wurde, erwartet für das angelaufene neue Jahr ein „deutliches Umsatzplus“ im Saisongeschäft von etwa drei Prozent – nach zuletzt 1,5 Prozent. Zu diesen positiven Erwartungen trage insbesondere auch die schlechtere Witterung bei, die bei den Konsumenten die Lust auf süße Weihnachtsprodukte spürbar steigen lasse.

Lambertz will künftig überwiegend im Ausland wachsen, speziell in den USA, wo man in den Regalen vieler großer Handelsketten vertreten sei. Zudem seien neue Produkte geplant, die einen spürbaren Umsatzschub verleihen sollen. Zudem schloss Bühlbecker Akquisitionen nicht aus – „wenn es passt“. Bei den Jahresartikeln konzentriert sich Lambertz auf ertragsstärkere Produkte und hat das Sortiment erheblich reduziert.

Lambertz betreibt sieben Produktionsstätten, neben Polen, das weiter ausgebaut werden soll, alle in Deutschland. Bühlbecker kündigte einen Ausbau der Standorte zu „Kompetenzzentren“ an, die sich auf bestimmte Produktgruppen konzentrieren sollen. Für den Stammsitz Aachen und das zu dem Familienunternehmen gehörende Werk Kinkartz in Würselen wären dies Printen, Dominosteine und Spekulatius.

Alle Fabriken sollen beibehalten werden, hieß es. Von der Neustrukturierung erwartet die Unternehmensführung spürbare Synergieeffekte. Mit einem „erheblichen Investitionsprogramm“ für die gesamte Gruppe von etwa 100 Millionen Euro in den nächsten fünf bis sechs Jahren solle das Profil weiter geschärft werden. Wegen steigender Rohstoff- und Energiepreise könnte es zur neuen Saison eventuell Preiserhöhungen geben, sagte Bühlbecker. Allerdings seien noch die einzelnen Lieferkontrakte gültig.

Zum 1. November gibt es Änderungen in der Geschäftsführung: Hannes Wieczorek und Ralf Fritzsche, die Lambertz weiter verbunden bleiben, werden durch Stephan Berens und Marcus-Dominic Hauck ersetzt.

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