Aachen/Düren - Regionaler Arbeitsmarkt im Wintergriff

Regionaler Arbeitsmarkt im Wintergriff

Von: Kö
Letzte Aktualisierung:
arbeit-bild
Winterpause: Die kalte Jahreszeit sorgt dafür, dass viele Außenarbeiten zum Erliegen kommen.

Aachen/Düren. Die konjunkturelle Abschwächung und die kältere Jahreszeit stoppten im Dezember eine weitere Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt der Region. Die Agenturen in Aachen und Düren meldeten einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit.

In Bezirk Düren waren 9824 Personen arbeitslos. Das sind 224 oder 2,3 Prozent mehr als im November. Die Arbeitslosenquote stieg auf 7,4 Prozent nach 7,3 Prozent im Vormonat.

Aktuell waren im Bereich der Agentur für Arbeit Aachen zum Jahresende 33280 Personen arbeitslos gemeldet - 496 mehr als im November. Dort erhöhte sich die Arbeitslosenquote auf 8,4 Prozent nach 8,3 Prozent im November.

Kennzeichnend für den Arbeitsmarkt als Spiegelbild der wirtschaftlichen Lage ist die Zunahme der Kurzarbeit. Bei der Agentur für Arbeit Aachen meldeten 54 Unternehmen für 1943 Mitarbeiter Kurzarbeit an.

Im Vormonat waren es nur 34 Betriebe mit 447 Beschäftigten. Im Raum Düren fuhren 45 Betriebe mit 1043 Beschäftigten Kurzarbeit. Betroffen waren vor allem Automobilzulieferer, die Metallbranche, der Bau und die Logistik.

Gleichzeitig meldeten im Dezember die Unternehmen in der Aachener Region zahlreiche offene Stellen. Mit 1525 fiel die Zahl zwar niedriger aus als im Vormonat, dennoch wurde bis auf 36 die Zahl des Vorjahres erreicht.

Im Dürener Raum wurden im Dezember 325 offene Stellen neu gemeldet - 66 weniger als im Vormonat. Im selben Zeitraum meldeten sich 1091 Personen arbeitslos, 135 mehr als im Vormonat.

Die Zahl älterer Arbeitsloser ist im Aachener Bezirk im Vergleich zum Vormonat nahezu unverändert geblieben. Ihre Zahl ist bei den älter als 50-Jähigen um 31 auf 4256 sowie bei den älter als 55-Jährigen um fünf 4518 gestiegen. Bei den Langzeitarbeitslosen gab es im Dezember einen Rückgang um384 auf 14949.

Auch in Nordrhein-Westfalen meldeten sich im Dezember erstmals seit Frühjahr 2006 wieder mehr Menschen arbeitslos. Der Anstieg der Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat sei aber mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 726000 moderat ausgefallen, berichtete die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur in Düsseldorf. Das waren 50000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.

Unter der Millionen-Grenze

Die Arbeitslosenquote stieg zum November auf 8,1 (8,0) Prozent gegenüber 8,6 Prozent im Dezember 2007. Für 2009 geht die Regionaldirektion jedoch von einem „erheblichen Anstieg” der Arbeitslosigkeit in NRW aus. Bis Ende 2009 könnte die Arbeitslosenzahl in der Spitze auf bis zu 900.000 steigen.

Ein Überschreiten der Millionen-Grenze bei der Arbeitslosenzahl in der Spitze erwartet die Regionaldirektion aus heutiger Sicht dennoch nicht. Als positiv sieht die Behörde eine gegenüber früheren Schwächephasen deutlich bessere Ausgangssituation an.

So liegt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten derzeit mit 5,93 Millionen um 404900 oder 7 Prozent höher als zum Beginn des Aufschwungs am Arbeitsmarkt.

Dagegen sank die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld II („Hartz IV”) in diesem Zeitraum im Jahresdurchschnitt um 7,9 Prozent auf 563.650.

Ein positives Gesamtbild des regionalen Arbeitsmarktes im vergangenen Jahr entwerfen die beiden Agenturen für Arbeit in Aachen und Düren in ihren am Mittwoch vorgelegten Bilanzen.

Die Arbeitslosigkeit veringerte sich 2008 im Raum Düren um 943 Personen oder 8,8 Prozent . Im Jahresdurchschnit lag der Bestand an Arbeitslosen bei 10239 - 17,4 Prozent oder 2159 Personen weniger als 2007.

Im Aachener Bezirk sank im Jahresverlauf die Arbeitslosigkeit um zehn Prozent oder 3800 personen.

Die Arbeitslosenquote sank im Jahresvergleich von 9,4 Prozent auf 8,4 Prozent - in Bezirk Düren von 8,1 Prozent auf 7,4 Prozent.

Die Langzeitarbeitslosigkeit verringerte sich 2008 im Raum Aachen um 16 Prozent.

Auch auf Landesebene lag die Zahl der Langzeitarbeitslosen 2008 im Durchschnitt mit 296.000 erstmals seit Jahren wieder unter der kritischen Marke von 300.000.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert