Regionale Bauunternehmen verzeichnen Umsatzplus von 25,5 Prozent

Von: Berthold Strauch
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Aachen. Eitel Sonnenschein bei der regionalen Bauindustrie: Eindrucksvolle Zahlen über den geschäftlichen Erfolg im vergangenen Jahr präsentierten Joachim Neßeler, Vorsitzender des Verbandsbezirks Aachen des nordrhein-westfälischen Bauindustrieverbandes, sein Stellvertreter Peter H. Derichs und Erich Esch am Mittwoch vor der Presse.

Den Auftragseingang in 2011 bezifferte Neßeler mit 708,7 Millionen Euro, was einer Veränderung gegenüber dem Vorjahr von plus 5,7 Prozent entspreche.

Der baugewerbliche Umsatz betrug demnach 884,3 Millionen Euro, satte 25,5 Prozent mehr als 2011. Und Zuwächse habe es auch bei der Zahl der Beschäftigten gegeben, vier Prozent mehr, inzwischen 4877 Mitarbeiter. Der Verband Aachen entspricht dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer, also neben der Städteregion die Kreise Heinsberg und Düren sowie Teile des Kreises Euskirchen.

Neßeler unterstrich, dass sich die Zahlen über die positive Entwicklung der Baukonjunktur lediglich auf den Betriebssitz der Unternehmen in der Aachener Region beziehe, nicht aber auf den Ort, wo die einzelnen Baumaßnahmen realisiert wurden. Die erfreuliche Entwicklung sei insbesondere vom Wohnungsbau getragen worden, betonte Derichs.

Stabile Einkommenserwartungen, weitgehend sichere Arbeitsplätze in der gesamten Wirtschaft und insbesondere ein anhaltend niedriges Zinsniveau hätten neben der Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen diesen Bereich angekurbelt. Die Rede war von einem wachsenden (Anlage-)Trend zum „Betongold”.

Nicht regional aufgesplittet waren die Zahlen für die einzelnen Sparten. Wohnungsbau: plus 20,9 Prozent, Wirtschaftsbau plus 13,9 Prozent. Demgegenüber sei die Entwicklung im öffentlichen Hochbau sowie insbesondere im Tief- und Straßenbau weniger erfreulich. Angesichts der Staatsschuldenkrise sei in diesen Sektoren „sicher nicht” mit einem Aufschwung zu rechnen.

Vor dem Hintergrund eines „schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes” werde eine Stabilisierung der Beschäftigung auf dem erreichten Niveau erwartet. Bei einer Ausbildungsquote von zehn Prozent stünden die Chancen auf Übernahme dennoch relativ gut.

„Schweißperlen auf die Stirn” treibt Verbandschef Neßeler die „Lähmung” der Entwicklung beim großen Aachener Hochschul-Erweiterungsprojekt Campus, „wo es seit Monaten hakelt”. Alle Beteiligten müssten „sich umgehend an einen Tisch setzen, um konstruktive Lösungen herbeizuführen”.
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