Vaals - Prämierte Erfolgsgeschichten aus dem Dreiländereck

Prämierte Erfolgsgeschichten aus dem Dreiländereck

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:
Die Preisträger (v.l.): Marin
Die Preisträger (v.l.): Marine Dubrulle, Michael von der Lohe, Prof. Dr. Achim Kampker, Tobias Reil, Fabian Schmitt, Rudi Tobback, Lucas Vroemen, Nicolaas Pereboom. Foto: Gründerregion Aachen

Vaals. Passender Rahmen für ein grenzenloses Event: In Vaals, nicht weit vom Schnittpunkt der Niederlande, Deutschlands und Belgiens entfernt, wurden am Dienstagabend besonders erfolgreiche Geschäftsideen und Unternehmensgründungen aus der Euregio Maas-Rhein ausgezeichnet.

Damit wurde im Schatten des Dreiländerpunkts bereits zum dritten Mal der „Starter Award” verliehen.

„Unternehmer inspirieren und motivieren”, so Moderator Peter Preveneers, sei die Zielsetzung dieses trinationalen Wettbewerbs. Gleich 46 Gründer hatten sich um diesen Preis beworben. Er wird gemeinsam verliehen von der von Michael F. Bayer (IHK) gelenkten Gründerregion Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg, der belgischen Provinz Limburg, der Provinz Lüttich, der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und der niederländischen Provinz Limburg.

Sozusagen erst in letzter Minute fiel die Entscheidung über die Rangfolge der Preisträger. Eine Jury, der auf deutscher Seite unter anderem Dagmar Wirtz, Geschäftsführerin des Aachener Maschinenbauunternehmens 3 Win GmbH, angehört, bezog in ihre aktuelle Entscheidung auch die Präsentation der drei aus ihrer Sicht besten Kandidaten auf der Bühne des Restaurants „Wilhelminatoren” mit ein.

Das Rennen machte Rudi Tobback aus dem belgischen Huy mit seiner Neugründung AGS All Green Solutions. Der von ihm entwickelte nachhaltige Prozess soll in großem Stil Kunststoffabfälle auf Erdölbasis rückstandsfrei und damit auch CO2-neutral zu Brennstoff recyclen. Ein Prototyp seiner Anlage zur Verarbeitung von 20.000 Tonnen jährlich steht bereits zur Verfügung und soll im August an den Start gehen. Der Sieg ist mit 8000 Euro dotiert.

Auf den zweiten Platz (4000 Euro) kam ein bekanntes Aachener Projekt: die Entwicklung des Elektroautos „Streetscooter” von RWTH-Professor Achim Kampker. Dessen Mitarbeiter Fabian Schmitt skizzierte die Rahmendaten dieses Fahrzeug, das zu einem Grundpreis von 5000 Euro ohne Batterien und Mehrwertsteuer im nächsten Jahr in einer Kleinserie produziert werden soll.

Für ihren dritten Platz bekamen Nicolaas Pereboom und Lucas Vroemen, die Gründer der Maas-trichter Firma EuMediaNet, 2000 Euro. Das von ihnen entwickelte digitale Bildschirm- und Mediennetzwerk bietet Behörden, kleinen und mittelständischen Unternehmen und anderen lokalen Einrichtungen die Gelegenheit, im öffentlichen Verkehrsraum zielgruppengerecht zu informieren. Neben der Hardware wie Großleinwänden nimmt das Team auch die redaktionelle Umsetzung der Inhalte und die Zusammenführung der Informationen in die Hand. Gestartet werden soll die Realisierung in Heerlen. Gespräche mit weiteren acht niederländischen und belgischen Städten laufen bereits.
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