Philips verkauft Lumileds-Sparte an Finanzinvestor

Von: red
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Am Lumileds-Standort in Aachen sind rund 1300 Mitarbeiter beschäftigt. Foto: Michael Jaspers

Amsterdam/Aachen. Der Elektronikkonzern Philips hat einen Käufer für sein LED-Bauteilegeschäft Lumileds gefunden. Der US-Finanzinvestor Apollo Global Management kaufe für etwa 1,5 Milliarden Euro einen Anteil von 80,1 Prozent, teilte das niederländische Unternehmen am Montag in Amsterdam mit.

Der restliche Teil bleibt für zunächst mindestens drei Jahre bei Philips. Das Unternehmen soll zudem bei einer guten Entwicklung von Lumileds Ausschüttungen erhalten. Das Mehrheitsgeschäft soll in der ersten Hälfte des kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Lumileds mit Sitz im kalifornischen San Jose konzentriert sich auf LED-Komponenten und Autobeleuchtung. Die Sparte beschäftigt weltweit in mehr als 30 Ländern gut 8800 Mitarbeiter. Was der Verkauf für die rund 1300 Beschäftigten in Aachen bedeutet, bleibt offen: Das Unternehmen war am Montag auf Anfrage unserer Zeitung für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Philips hatte sich 2014 in zwei Teile aufgespalten – in die Geschäftsfelder Beleuchtung sowie Gesundheit und Lifestyle. Ein erster Versuch, das LED-Bauteilegeschäft Lumileds für rund 2,8 Milliarden Dollar an ein von Chinesen dominiertes Konsortium zu verkaufen, war im Januar dieses Jahres am Widerstand in den USA gescheitert. Wie schon zuletzt im Fall des gestoppten Aixtron-Verkaufs an einen chinesischen Investor hatte die US-Regierung auch hierbei Bedenken angesichts der nationalen Sicherheit aufgeführt.

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