Düsseldorf - NRW-Zeitungsverleger gegen Subventionen

NRW-Zeitungsverleger gegen Subventionen

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Düsseldorf. Die Zeitungsverleger in NRW sind gegen staatliche Finanzhilfen für ihre Branche. „Subventionen sind für uns ein Horrorszenario”, sagte der Geschäftsführer des Verbandes der nordrhein-westfälischen Zeitungsverleger, Uwe Becker, bei einer Tagung der Landesanstalt für Medien in Düsseldorf.

Die Politik müsse aber angemessene Rahmenbedingungen für die Zeitungen schaffen. Dazu gehöre eine „vernünftige Abgrenzung” öffentlicher und privater Medienangebote. Nur wirtschaftlich erfolgreiche Verlage könnten „ihre gesellschaftliche Aufgabe wahrnehmen”. Becker kritisierte die EU, deren Verordnungen oft eine Belastung für die Zeitungen seien.

Die derzeitigen Probleme der Zeitungen hätten sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Ursachen. Die Wirtschaftskrise habe zu einem Rückgang der Anzeigen geführt. Die Zeitungshäuser gerieten zudem durch die „Kostenlos-Mentalität” im Internet unter Druck, die zu einer dramatischen Entwertung der Inhalte führe. Die Verlage müssten darauf, etwa durch die Entwicklung zu Medienhäusern, reagieren. „Die Zeitungen erreichen die Menschen nach wie vor”, sagte Becker.

Die Homepage wurde aktualisiert