NRW fördert Gründer an Hochschulen

Von: dpa/red
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Düsseldorf. Aus der Uni heraus in die Start-up-Karriere: Mit bis zu 240.000 Euro will die NRW-Landesregierung Geschäftsideen innovativer Unternehmensgründer in der Anfangsphase nach dem Hochschulabschluss anschieben.

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) stellte am Montag das Programm zu solchen Start-up-Hochschulausgründungen in Düsseldorf vor. Bewerben können sich Studenten, Hochschulabsolventen und Uni-Angehörige.

Die Bedingung: Ihre Projekte müssen auf Wissen basieren, das aus Lehre und Forschung stammt. Insgesamt vergibt das Wissenschaftsministerium für das Programm 20 Millionen Euro bis 2020. Der Förderzeitraum beträgt bis zu 18 Monate. In der ersten Wettbewerbsrunde entscheidet eine Jury bereits in diesem August über konkrete Projekte. Schulze verspricht sich von dem Programm, dass Innovationen „schnell und effizient in die Praxis umgesetzt“ werden. Außerdem könnten mit den neuen Unternehmen Jobs geschaffen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region erhöht werden.

Das Land fördert darüber hinaus die Einrichtung von Gründungsprofessuren und will so Existenzgründungen innerhalb der Hochschulen auch langfristig unterstützen. Derzeit gibt es 17 Gründungs-Professoren, die sich auch um Akquise von Mitteln kümmern und Gründer coachen.

Wie der Bundesverband Deutsche Start-ups schätzt, gibt es bundesweit etwa 5000 Start-up-Firmen. Davon haben nur 400 bis 600 ihren Sitz in NRW. Berlin dient fast 3000 Start-ups als Firmensitz. Und das, obwohl NRW bei den klassischen, freiberuflichen Existenzgründern einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung zufolge sehr gut abschneidet.

In der Region Aachen spielen Start-ups wegen RWTH und Fachhochschule naturgemäß eine große Rolle. Laut Studie „Technologieorientierte Unternehmen“ (TOU) der IHK Aachen gab es in diesem Bereich 2014 allein 47 Start-ups von der RWTH. Dort fungiert das Gründerzentrum am Lehrstuhl Wirtschaftswissenschaften für Ingenieure und Naturwissenschaftler als Anlaufstelle für studentische Existenzgründungen an der Hochschule.

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