NRW Bauindustrie bislang enttäuscht vom Konjunkturpaket II

Von: ddp
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Düsseldorf. Die Unternehmen der NRW-Bauindustrie haben bislang kaum vom bundesweiten Konjunkturpaket II profitiert.

„Aufträge der Kommunen aus dem Konjunkturpaket II sind bisher bei unseren Firmen nicht angekommen”, sagte der Hauptgeschäftsführer des nordrhein-westfälischen Bauindustrieverbands, Wolfgang Peters, der Nachrichtenagentur ddp in Düsseldorf. An diesem Freitag ist die Umsetzung des Pakets auch Thema im NRW-Landtag.

Die Firmen der nordrhein-westfälischen Bauindustrie sind den Angaben zufolge mit etwa der Hälfte des Umsatzvolumens im gewerblichen und industriellen Hochbau sowie mit rund einem Drittel im Straßenbau tätig.

Diese Bereiche seien im April 2009 gegenüber April 2008 um 58,4 und 37,7 Prozent zurückgegangen, berichtete Peters. Die Mitgliedsfirmen des Verbandes meldeten, dass die Auftragseingänge durch Kommunen „sehr mau” seien.

Die Kommunen würden schwerpunktmäßig Aufträge zur energetischen Sanierung von Gebäuden vergeben, sagte Peters weiter. Dazu gehörten die Gewerke Heizung, Fensterbau, Dachdeckung, Sanitär und Maler. „Der Rückgang im Wirtschaftsbau wird daher in keiner Weise ausgeglichen”, sagte der Hauptgeschäftsführer. Der kommunale Straßenbau bleibe bisher leider beschränkt auf Lärmschutz-Bauprojekte wie den sogenannten Flüsterasphalt.

„Unsicherheit hinsichtlich der Förderfähigkeit dieser Maßnahmen verzögert die Vergaben zusätzlich. Hinzu kommt oftmals fehlende personelle Kapazität zur Planung, Vergabe und Überwachung der Baumaßnahmen”, fügte Peters hinzu. Die Bauindustrie rechne frühestens für das zweite Halbjahr mit größeren Aufträgen zur Gesamtsanierung etwa von Schulgebäuden, deren Förderung nach einer demnächst abgeschlossenen Gesetzesänderung zulässig sein werde.

„Die Bauindustrie wird voraussichtlich nicht - wie ursprünglich erwartet - wesentliche Vorteile aus dem Konjunkturpaket II ziehen”, so das Fazit des Wirtschaftsvertreters.
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