Neues Werk: Wohin rollt der Streetscooter?

Von: André Schaefer
Letzte Aktualisierung:
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Die Post will die Produktion ihres Elektrolieferwagens drastisch hochfahren. Foto: Andreas Steindl

Aachen/Geilenkirchen. Die Suche nach einem weiteren Standort für die Produktion des Streetscooters nimmt Fahrt auf. Nachdem die Post am Montag bestätigt hatte, noch in diesem Jahr einen zweiten Standort in NRW errichten zu wollen, gab es am Dienstag erste öffentliche Reaktionen – beispielsweise aus dem Kreis Heinsberg.

Ulrich Schirowski, Geschäftsführer der dortigen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, sprach sich auf Anfrage unserer Zeitung für das Geilenkirchener Industriegebiet Lindern aus. Das rund 280 Hektar große Areal, das zu 20 Prozent der Stadt Geilenkirchen und zu 80 Prozent dem Land NRW gehört, ist im Landesentwicklungsplan NRW für „flächenintensive Großvorhaben“ vorgesehen.

„Das Land NRW hat Pläne für diese Fläche. Ich halte es nicht für unwahrscheinlich, dass in diesem Zusammenhang schon mal der Name Streetscooter gefallen sein könnte“, sagte Schirowski. Das Geilenkirchener Areal entspricht umgerechnet 390 Fußballfeldern, ist seit Jahrzehnten ungenutzt und stünde zumindest sofort zur Verfügung.

Kein weiterer Standort in Aachen

Die Post will die Produktion ihres Elektrolieferwagens drastisch hochfahren. Bislang rollen auf dem ehemaligen Talbot-Gelände in Aachen rund 10.000 Wagen pro Jahr vom Band. Angestrebt werde eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 20.000 Stück, hatte Post-Vorstand Jürgen Gerdes gesagt.

An Spekulationen um den Ort des zweiten Standorts in NRW wollte sich der Konzern am Dienstag nicht beteiligen. Ein Sprecher bekräftigte lediglich, dass man auf der Suche nach einem Standort sei, der nahe an Aachen liege. Auch das NRW-Wirtschaftsministerium wollte sich nicht äußern.

Feststehen dürfte, dass es zumindest in Aachen keinen weiteren Standort geben wird. Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp teilte am Dienstag mit, dass die Post seines Wissens nach ein Bestandsgebäude suche. „Und mit einem fertigen Gebäude für solch eine Produktion können wir derzeit nicht dienen“, sagte Philipp.

Das Start-up Streetscooter gehört seit 2014 der Post. Zuvor ging es unter der Leitung der beiden Firmengründer und RWTH-Professoren Achim Kampker und Günther Schuh aus der Hochschule hervor.

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