Neues An-Institut der Fachhochschule beim Maschinenbauer 3win

Von: Berthold Strauch
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Bausteine für eine erfolgreic
Bausteine für eine erfolgreiche Zusammenarbeit: 3win-Geschäftsführerin Dagmar Wirtz und FH-Professor Johannes Gartzen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Eine junge, dynamische Unternehmer-Persönlichkeit setzt Maßstäbe - und die Fachwelt horcht auf: Dagmar Wirtz (42), geschäftsführende Gesellschafterin der in Aachen-Laurensberg ansässigen High-Tech-Firma 3win Maschinenbau GmbH, hat es geschafft, gemeinsam mit der Aachener Fachhochschule (FH) die Weichen für die Installierung eines deren rar gesäten An-Institute zu stellen.

Am Freitag wurde dieses „Institut für innovativen Maschinenbau” (3win IfiM) im Beisein offiziell ins Leben gerufen; FH-Rektor Professor Marcus Baumann übergab dabei symbolisch das Firmenschild. Damit verbunden war die Einweihung einer neuen Montagehalle des vor zwölf Jahren gegründeten Familienunternehmens, womit die Produktionsfläche um 650 auf 1300 Quadratmeter ansteigt.

Dagmar Wirtz zur Seite steht da insbesondere FH-Professor Johannes Gartzen vom Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik, Fachgebiet Füge- und Trenntechnik sowie Lasertechnologie. Er zeigt sich davon überzeugt, dass sich Hochschule und 3win „gegenseitig befruchten” könnten. Im Blick hat er dabei vor allem, dass FH-Studenten in gemeinsame Projekte eingebunden werden und dabei fundierte Praxiserkenntnisse gewinnen könnten, wenn sie Themen bearbeiten, die 3win aktuell für seine Kunden zu marktfähigen Lösungen vorantreiben möchte.

Und 3win-Geschäftsführerin Wirtz kann sich auf diesem Wege eine wertvolle „Quelle” erschließen, um fachlich bestens qualifizierte Nachwuchskräfte für ihren wachsenden Betrieb gewinnen zu können. Zudem könnten dank der Kooperation die bereits vorhandenen Erfahrungen und Ressourcen beider Partner wechselseitig optimal genutzt werden, betonen Gartzen und Wirtz.

Intensive Verbindung

Schon jetzt ist der „Draht” zwischen 3win und der FH sehr intensiv. So hält Dagmar Wirtz seit vier Jahren Vorlesungen im Rahmen von Unternehmerseminaren. Sie richten sich an Studenten, die kurz vor ihrem Abschluss stehen und ihren beruflichen Einstieg als Führungskräfte planen.

3win zählt derzeit rund 100 Mitarbeiter, darunter elf Auszubildende. Der Bau von Sondermaschinen, zum Beispiel für die Halbleiter- und Medizinindustrie, gehören zu den Schwerpunkten des Produktportfolios. Weitere Kunden erwarten von den Aachenern Lösungen im Rahmen von Lebensmittelverpackung. Prototypen und Kleinserien sind ebenfalls Spezialitäten. Projekte mit der Hochschule wurden auch schon abgewickelt, etwa mit dem FH-Fachbereich Elektrotechnik und Maschinenbau.

Dabei geht es um eine Anlage, die Plasma erzeugen kann und in der Schweißtechnik mit einem kleinen, handlichen Gerät neue Maßstäbe setzen kann - ideal für Handwerksbetriebe, schwärmt Prof. Gartzen. Ein weiterer großer Entwicklungsschritt des Unternehmens ist bereits fest im Blick: 2013 strebt 3win mit einem Ableger auf den nahegelegenen RWTH-Campus, zum Cluster Integrative Produktionstechnik. Damit soll der Know-how-Transfer noch weiter intensiviert werden, zumal 3win über keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung verfügt.

Meist entstehen aus Wünschen und Ideen der Kunden innovative, hochtechnologische neue Anlagen und Produkte. Zu den bereits gemeinsam entwickelten Projekten gehört die Erstellung eines hydraulischen Freilaufs für Landmaschinen. Ähnlich gelagerte Entwürfe sollen folgen. Vielversprechend zeigt sich auch ein Projekt, das mit zwei süddeutschen Porzellanherstellern vorangetrieben wird: die Beschriftung von Tellern und Tassen. Was jetzt noch aufwendig und teuer durch einen Brennprozess erfolgt, soll nach dem neuen Konzept durch den Einsatz von Lasern wesentlich unkomplizierter werden.

Und 3win hat bereits hohe Anerkennung für seine fortschrittlichen Weg einheimsen können: zweimal hintereinander die Auszeichnung als eines der „Top-100-Unternehmen” in Deutschland durch den ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Lothar Späth. „Auch das”, sagt Dagmar Wirtz, „habe ich meiner super engagierten Mannschaft zu verdanken.”
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