Name „AachenMünchener“ verschwindet: Generali stellt sich neu auf

Von: wb/dpa/afp
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Traditionsreicher Name, moderner Bau: Das Gebäude der AachenMünchener. Foto: Harald Krömer

München/Aachen. Die italienische Generali-Versicherung will ab nächstem Frühjahr keine neuen Lebensversicherungen mehr verkaufen. Das kündigte das Unternehmen am Donnerstag an.

Auch ein Verkauf der Sparte sei nicht ausgeschlossen, hieß es. In diesem Fall würden die Kunden mit ihren Verträgen zu einem anderen Unternehmen wandern – auch ein neuer Eigentümer müsste aber die Policen auszahlen. Die Maßnahme ist Teil eines einschneidenden Umbauplans für das Deutschland-Geschäft.

Wie andere Versicherer leidet die Generali unter der Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank, wegen der sich die hohen Garantiezinsen für alte Verträge nur noch mit Mühe oder gar nicht mehr erwirtschaften lassen.

1700 Mitarbeiter allein in Aachen

Dem italienischen Konzern gehören auch mehrere deutsche Versicherer, insgesamt ist das Unternehmen nach eigenen Angaben mit 13,5 Millionen Kunden Nummer zwei auf dem deutschen Versicherungsmarkt. Die geplante Abwicklung betrifft die Generali Lebensversicherung, die deutschen Marken AachenMünchener und Cosmos Direkt sind nicht inbegriffen. Dafür soll aber der Name „AachenMünchener“ aufgegeben und das Geschäft unter dem Namen der italienischen Mutter fortgeführt werden. Cosmos Direkt dagegen soll sein Angebot ausbauen.

Auf die 2800 Generali-Vertreter in Deutschland kommt ebenfalls ein tiefgreifender Schnitt zu: Sie sollen ausgegliedert und von der Deutschen Vermögensberatung übernommen werden, an der die Generali zu 40 Prozent beteiligt ist.

Ob nicht nur der Name verschwindet, oder auch ein Teil der Belegschaft gehen muss, ist derzeit unklar. „Über einen Stellenabbau kann noch nichts gesagt werden“, sagte Stefan Göbel, Sprecher von Generali Deutschland, unserer Zeitung. Alleine in Aachen beschäftigt das Unternehmen mehr als 1700 Mitarbeiter.

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