Aachen - „Nacht der Unternehmen“: Abhilfe schaffen und Alternativen aufzeigen

„Nacht der Unternehmen“: Abhilfe schaffen und Alternativen aufzeigen

Von: Sebastian Maassen
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Letzte Informationen im Bus: (von links) Viktoria Lhomme, Anja Robert, Doris Schillings, Helmut Greif und Dieter Begaß erwarten eine interessante Nacht der Unternehmen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die meisten Berufseinsteiger zieht es automatisch zu den klangvollen Namen in der Wirtschaft. Unbekannte Unternehmen sind vergleichsweise wenig gefragt. Die Folge: Viele junge Menschen verlassen die Region unmittelbar nach dem Studium wieder und nehmen ihr Fachwissen mit.

Dieter Begaß, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen, zieht einen unkonventionellen Vergleich: „Wohin geht man, wenn man trendige und preiswerte Möbel sucht? Natürlich zu Ikea.“ Der schwedische Möbelriese steht bei Begaß für prestigeträchtige Arbeitgeber. Und Hochschulabsolventen auf Jobsuche fahren allzu oft auf diese ab.

Die „Nacht der Unternehmen“ soll Abhilfe schaffen und Alternativen aufzeigen. Am  Donnerstag zwischen 17 und 21 Uhr werden sich mehr als 100 regionale Firmen im Aachener Technologiezentrum vorstellen – zeigen, was diese Region für Berufsperspektiven zu bieten hat. Besucher, die sich für einen bestimmten Betrieb interessieren, werden per Bus dorthin gebracht, um sich vor Ort ein genaues Bild machen zu können. Nächster Halt: Berufseinstieg!

Auch in Düren, Heinsberg und der Eifel gibt es „Weltfirmen“, sagt Begaß. Anja Robert, Leiterin des Career Centers der RWTH, ergänzt: „Den Studierenden fehlt oft der Blick für ihr direktes Umfeld. Deshalb ist die ‚Nacht der Unternehmen‘ der perfekte Ort, um die Region in all ihren Möglichkeiten und Arbeitsplatzpotenzialen zu präsentieren.“ Erstmals nehmen auch Firmen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien an der „Nacht der Unternehmen“ teil. Da sie im eigenen Land zu wenig Fachkräfte anwerben, nutzen sie das Angebot, um mit jungen Akademikern in Kontakt zu treten.

Zurzeit entbrenne ein regelrechter „Kampf um die Köpfe“, sagt Dieter Begaß. „Die renommierten Konzerne stellen ihre Staubsauger rund um die Hochschulen auf und saugen die Fachkräfte einfach ab.“

Um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass auch regionale Betriebe durchaus attraktive Arbeitgeber sein können, wurde die „Nacht der Unternehmen“ ins Leben gerufen – mit Erfolg: Nahmen zu Beginn noch rund 600 Jungakademiker teil, werden in diesem Jahr schon über 2000 erwartet.

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