Modekette Adessa schließt ein Drittel der Filialen

Von: dpa
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Würselen. Die insolvente Modekette Adessa Moden schließt rund ein Drittel ihrer bundesweit 130 Filialen und baut insgesamt 220 Arbeitsplätze ab.

Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning am Dienstag in Aachen mit.

Die betroffenen Filialen hätten kaum eine Chance, in der Zukunft schwarze Zahlen zu schreiben. Das Unternehmen mit 900 Beschäftigten in Deutschland hatte nach einem Umsatzrückgang als Folge der „allgemein schlechten Wirtschaftslage” Insolvenz beantragt.

Die Schließung der 47 Standorte soll bis Ende Juli erfolgen. In den betroffenen Filialen finden laut Mönning Sonderverkäufe statt. 17 der von der Schließung bedrohten Filialen hätten nach erfolgreichen Übernahmeverhandlungen mit einem strategischen Investor noch eine Überlebenschance. Dazu müssten die Verhandlungen mit Vermietern zu Ende gebracht werden. In der Würselener Zentrale werden 60 Arbeitsplätze von 120 gestrichen.

Das 1986 gegründete Einzelhandelsunternehmen hat etwa 200 Filialen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Slowenien. Der Insolvenzantrag gilt nur für den deutschen Teil des Unternehmens. Der Umsatz betrug europaweit zuletzt rund 80 Millionen Euro. Adessa ist das einzige Einzelhandelsunternehmen der weltweit operierenden Sahinler Group.

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