Metallindustrie in NRW verhalten optimistisch für 2012

Von: dpa
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Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Metall- und Elektroindustrie geht nach einer Umfrage des Verbandes mit vorsichtigem Optimismus ins Jahr 2012.

Die gegenwärtige Geschäftslage werde zwar positiv beurteilt, aber die Aussichten für die kommenden sechs Monate zurückhaltend bewertet, teilten die Metallarbeitgeber in NRW am Freitag in Düsseldorf mit. Die zunehmende Skepsis sei Ausdruck der unsicheren Entwicklung im neuen Jahr, erklärte Verbandspräsident Horst-Werner Maier-Hunke. Der Verband hatte mehr als 600 Betriebe mit fast 200 000 Beschäftigten zu ihren Erwartungen befragt.

In guter Verfassung zeige sich die Entwicklung der Beschäftigung in der Metall- und Elektrobranche. Rund zwei Drittel der Betriebe wollten ihre Belegschaft in den kommenden sechs Monaten halten, fast 30 Prozent planten sogar Neueinstellungen, hieß es.

Wie Maier-Hunke weiter sagte, rechne er in diesem Jahr nicht mit einem Konjunktureinbruch. Allerdings drückten die ungelöste Schuldenkrise und die nachlassende Weltkonjunktur auf die Stimmung. Die Schwankungen auf den Märkten erfolgten in immer kürzeren Abständen und mit immer heftigeren Ausschlägen.

Dieser ungewissen Entwicklung müsse auch die Tarifpolitik Rechnung tragen. Arbeitgeber und IG Metall hatten sich bereits Ende vergangenen Jahres zu ersten Sondierungsgesprächen getroffen. Dabei ging es vor allem um das Thema Leiharbeit und die unbefristete Übernahme von Ausgebildeten. Über Lohn und Gehalt für die rund 700 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie verhandeln die Tarifpartner erst ab Ende März 2012.

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