Mehr Passagiere heben von Maastricht ab

Von: Berthold Strauch
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Eine positive Bilanz zog jetzt MAA-Chef Sander Heijmann (links) für das Jahr 2013. Nicht zuletzt dank Henrike Schmidt, der Ryanair-Verkaufs- und Marketingleiterin. Rechts im Bild: Karen van der Horst von der Irland-Touristik. Foto: Strauch

Maastricht. Der Maastricht Aachen Airport (MAA) kämpft bekanntlich mit finanziellen Problemen. Die Übernahme der strategisch bedeutenden Infrastruktureinrichtung im Süden der Niederlande durch die Provinz Limburg steht zur Diskussion. Trotz der angespannten Situation meldet der Flughafen für das vergangene Jahr eine deutlich gestiegene Auslastung.

Sowohl bei den Passagierzahlen als auch beim Frachtaufkommen hat Flughafenchef Sander Heijmans Wachstum verzeichnet. So stieg 2013 die Zahl der abgefertigten Fluggäste um immerhin rund 35 Prozent, von 345.000 auf 465.000. Dazu beigetragen hat wohl entscheidend das Verkehrsaufkommen bei der irischen Billigfluglinie Ryanair. Sie hatte bekanntlich Ende 2012 in Maastricht eine neue Basis installiert, womit die Stationierung eines Flugzeugs samt Personal einherging.

Doch nach nur einem Jahr hat Ryanair angekündigt, diese Basis wieder aufzulösen – auch, wie es hieß, weil sich die Passagierzahlen der Gesellschaft nicht ganz wie erwartet entwickelt hätten. Und so gehen die Verantwortlichen des Flughafens angesichts der zur nächsten Sommersaison gestrichenen Destinationen davon aus, dass es 2014 einen spürbaren Rückgang bei dem Passagieraufkommen geben dürfte.

Das Aufkommen bei der Luftfracht stieg auf dem MAA im vergangenen Jahr um gut fünf Prozent. Auf dem Airport wurden 79.000 Tonnen Güter umgeschlagen. 2012 waren es lediglich 75.000 Tonnen. Dieser Anstieg sei das Ergebnis einer besseren Leistung von Schlüsselkunden wie der Turkish Airlines Cargo, der Luxemburger Gesellschaft Cargolux und der Royal Jordanian Cargo, bilanzierte Heijmans weiter. Diesen Aufschwung habe es überwiegend in den letzten drei Quartalen von 2013 gegeben, so der Airportchef weiter.

In diesem Zeitraum habe das Plus bis zu zwölf Prozent ausgemacht. Diese Zahlen wertete Heijmans als „deutliches Zeichen“ eines sicherlich noch relativ bescheidenen Wirtschaftsaufschwungs. Er geht davon aus, dass sich dieser Trend 2014 fortsetzen werde. Allerdings dürfte das Transportvolumen von 2011 noch nicht erreicht werden. Damals wurden 95.000 Tonnen umgeschlagen.

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