Aachen - Mehr Einlagen, mehr Kredite: Aachener Sparkasse zufrieden

Mehr Einlagen, mehr Kredite: Aachener Sparkasse zufrieden

Von: hjd/tka
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Aachen. Hubert Herpers Glauben an das Prinzip Sparkasse ist ungebrochen. Während Genossenschafts- und Privatbanken zuletzt das große Filialsterben prognostizierten, steht die Sparkasse Aachen trotz 40.000 reinen Online-Kunden unverändert zu ihrem flächendeckenden Geschäftsstellennetz in der Städteregion Aachen.

Der Vorstandsvorsitzende betont: „Wir sind zutiefst überzeugt, dass die Geschäftsstelle vor Ort unverzichtbar ist. Wer es sich leisten kann, der baut nicht ab. Und wir können es uns leisten.“

Mehr als 90 Geschäftsstellen gibt es. Dort, wo die Kundenfrequenz spürbar nachlässt, setzt die Sparkasse (2031 Mitarbeiter plus 328 in Tochtergesellschaften) auf Verbundgeschäftsstellen: ein Team betreut dann zwei Filialen – zum Beispiel Konzen und Mützenich in der Eifel – mit aufeinander abgestimmten Öffnungszeiten. 22 solcher Verbundgeschäftsstellen gibt es mittlerweile. Zudem hat eine mobile Geschäftsstelle im April die Fahrt aufgenommen, die Zahl der Haltestelle wird im zweiten Halbjahr von zwölf auf 16 erweitert.

„Zufriedenstellend“ nennt Herpers die Entwicklung in ersten Halbjahr. Zwar sind einige Zahlen im Vergleich zu 2014 rückläufig, aber das sei auch ein „absolutes Rekordjahr“ gewesen mit den höchsten Zuwächsen im Einlagen und Kreditgeschäft der letzten Dekade – 40 Prozent über dem zweitbesten Wert der vergangenen zehn Jahre.

Der Einlagebestand der privaten Kunden erhöhte sich um 65 Millionen Euro (plus 1,2 Prozent) auf 5,3 Milliarden Euro. Der Bestand der gesamten Kundeneinlagen liegt zur Jahresmitte bei knapp 7,3 Milliarden Euro – ein Minus von drei Prozent. Das Anlagevolumen der Privaten stieg um 56 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 80 Millionen Euro. Im Kreditgeschäft sieht Herpers seine Sparkasse „gut aufgestellt.“ Der Kreditbestand wuchs um 86 Millionen Euro auf knapp 7,2 Milliarden Euro, nachdem vor einem Jahr erstmals die Sieben-Milliarden-Marke geknackt wurde. Das ist ein Plus von 1,2 Prozent, wobei zunächst Darlehenstilgungen über 486 Millionen Euro kompensiert werden müssen.

Für das laufende Jahr erwartet Herpers ein Betriebsergebnis von 1,33 Prozent der Durchschnittsbilanzsumme (DBS, 2014: 1,58 Prozent). Die Cost/Income-Ratio, also das Verhältnis von Aufwand und Ertrag, veranschlagte er bei 55 Prozent (2014: 49 Prozent). Allerdings seien die Aussichten aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase bescheiden: „Die Rentabilität wird deutlich runtergehen, alles werden Federn lassen, wenn das Zinsniveau so bleibt“, sagt Herpers. Das dokumentiert sich im Zinsüberschuss, der von 2,48 Prozent 2014 auf 2,33 Prozent der DBS sinken soll.

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