Aachen/Düren - Mehr Arbeitslose, aber keine Beunruhigung in der Region

Mehr Arbeitslose, aber keine Beunruhigung in der Region

Von: dapd-nrw
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Aachen/Düren. Die Region macht bei den aktuellen Arbeitslosenzahlen keine Ausnahme: Im Bezirk der Arbeitsagentur Aachen stieg die Zahl der Betroffenen wieder deutlich an. Aktuell waren Ende Januar 36427 Menschen arbeitslos gemeldet, 2504 mehr als im Dezember.

Im Jahresvergleich waren jedoch 889 Personen (minus 2,4 Prozent) weniger arbeitslos als im Januar 2010. Auch der Anstieg der Arbeitslosigkeit fiel um rund 200 Personen niedriger aus. „Ein kräftiger Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist saisontypisch und deshalb für uns nicht überraschend”, erklärte Gabriele Hilger, Leiterin der Agentur für Arbeit Aachen.

Das Ende des Weihnachtsgeschäftes im Handel, der allgemeine Kündigungstermin zum Jahresende und die Arbeitslosmeldungen nach Ende der dreieinhalb- und zweieinhalbjährigen Berufsausbildungen wirkten sich jährlich immer auf die Zahlen aus. Die Arbeitslosenquote stieg auf 9,1 Prozent (Vormonat: 8,5 Prozent). Im Jahresvergleich fiel sie um 0,3 Prozentpunkte. Sehr erfreulich sei die hohe Arbeitskräftenachfrage, so Hilger.

„Knapp 1350 neue Stellenangebote für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt, davon über 70 Prozent unbefristet, spiegeln den anhaltenden Bedarf der Arbeitgeber an Fachkräften wider.” Die Arbeitgeber meldeten 347 Stellen oder 34,7 Prozent mehr als im Januar des Jahres 2010 (1001 Stellen). Eine besonders hohe Arbeitskräftenachfrage besteht unter anderem im Fertigungsbereich (z.B. Schlosser und Elektriker), sowie bei den Dienstleistungsberufen (z.B. Gesundheitsdienstberufe).

Auch im Bereich der Arbeitsagentur Düren ist die Arbeitslosigkeit gestiegen - um 453 Personen oder 4,4 Prozent auf 10833. Agentur-Leiterin Claudia Steinhardt nannte die Tendenz saisontypisch, verwies jedoch darauf, dass der Anstieg deutlich unter dem Vorjahresniveau (minus 4,6 Prozent) liege. Die Arbeitslosenquote stieg auf 8,2 Prozent, im Vorjahr lag sie bei 8,6 Prozent.

1958 meldeten sich im Januar neu oder erneut arbeitslos, 307 weniger als im Vormonat. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug 1042, 379 Personen mehr als im Dezember. Bei der Agentur waren im Januar 990 Stellenangebote registriert, 33 als im Dezember. Die Betriebe meldeten Vermittlungsaufträge für 378 Stellen, 58 oder 18,1 Prozent mehr als im Januar 2010.

In ganz Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der Arbeitslosen im Januar im Vergleich zum Dezember um 46.156 auf 777.135. Jedoch waren dies 50322 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit in Düsseldorf mitteilte. Die Arbeitslosenquote kletterte gegenüber Dezember um 0,5 Punkte auf 8,6 Prozent. Der Anstieg bedeute aber keine Unterbrechung des positiven Trends, betonte die Regionaldirektion. Auch im Februar sei mit einem Anstieg zu rechnen, bevor im März die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt spürbar werde. Davon würden vor allem junge Menschen profitieren, während die Situation für ältere Arbeitslose angespannt bleibe.
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