Aachen/Hamburg - Max Bahr meldet Insolvenz an

Max Bahr meldet Insolvenz an

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
Max Bahr
Zahlungsunfähig: Die Baumarktkette Max Bahr meldet Insolvenz an. Foto: dpa
Max Bahr
Max Bahr teilte mit, Zahlungsunfähig zu sein. Foto: dpa

Aachen/Hamburg. Eigentlich sollte Max Bahr die Rettung für das Unternehmen sein. Doch nachdem die Baumarktkette Praktiker Anfang Juli Insolvenz angemeldet hatte, zieht die Tochtergesellschaft jetzt nach.

Das Unternehmen teilte am Donnerstagabend mit, dass die Geschäftsführer der betroffenen Max-Bahr-Gesellschaften beim Amtsgericht Hamburg die Eröffnung von Insolvenzverfahren wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit beantragen wollen.

Die positive Fortführungsprognose sei weggefallen, nachdem ein Warenkreditversicherer seine Zusagen nicht aufrecht erhalten habe. Damit könnten die Märkte nicht zuverlässig mit Waren versorgt werden. Nun werde ein Insolvenzplanverfahren angestrebt heißt es von Seiten des Unternehmens.

6800 Mitarbeiter sind nach Angaben eines Unternehmenssprechers bei Max Bahr beschäftigt und von der Insolvenz betroffen. „Es geht aber noch nicht um Arbeitsplatzverlust“, sagt der Sprecher. Ziel sei es, wie schon bei der Praktiker-Insolvenz, den Betrieb zu stabilisieren. Vorerst werde das Geschäft weitergeführt, wie bisher.

In der Region sind unter anderem Märkte in Aachen und Hückelhoven betroffen.

Als der Mutterkonzern Praktiker seine Insolvenz bekannt gegeben hatte hieß es, dass die 132 Max-Bahr-Märkte in Deutschland davon nicht betroffen seien. Max Bahr sollte nach Unternehmensabgaben zur tragenden Säule des Konzerns werden.

Das Unternehmen sprach auch davon, den Restrukturierungsplan, der seit Septemper 2012 im Unternehmen lief, gegebenenfallls weiterzuführen. Danach waren bis Anfang Juli 54 Praktiker-Märkte zu Filialen der Tochtergruppe Max Bahr umgeändert wurden. Dazu gehörte auch eine Filiale in Hückelhoven.

Das internationale Geschäft des Praktiker Konzerns soll von den Insolvenzverfahren unberührt bleiben.

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