Maschinenbauer der Region freuen sich über viele Aufträge

Von: Thorsten Karbach
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Alle Hände voll zu tun: Betriebe wie die Aachener Maschinenbau GmbH freuen sich über volle Auftragsbücher. Das ergab die jüngst Konjunkturumfrage der IHK Aachen. Das Alsdorfer Unternehmen stellt Maschinen beispielsweise für die Schraubenproduktion her. Foto: AMBA, Archiv
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Alle Hände voll zu tun: Betriebe wie die Aachener Maschinenbau GmbH freuen sich über volle Auftragsbücher. Das ergab die jüngst Konjunkturumfrage der IHK Aachen. Das Alsdorfer Unternehmen stellt Maschinen beispielsweise für die Schraubenproduktion her. Foto: AMBA, Archiv
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Die Geschäftsführer Jürgen J. Sommer (links) und Manfred Houben erwarten für die Aachener Maschinenbau GmbH eine weitere positive Entwicklung.

Alsdorf/Aachen. Volle Auftragsbücher statt leerer Hände – bei den Maschinenbauern in der Region läuft es in der Regel rund. Bei der Aachener Maschinenbau GmbH in Alsdorf erklärt Geschäftsführer Jürgen J. Sommer: „2013 war ein gutes Jahr, und für 2014 sind uns so viele Aufträge sicher, dass wir ebenfalls von einem guten Jahr sprechen können.“

Und so wie dem Traditionsunternehmen aus Alsdorf, das 1908 als Reparaturwerkstatt für die regionale Industrie aufgebaut wurde, geht es den meisten Betrieben im Maschinenbau: Die Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn der Industrie- und Handelskammer Aachen zeigt für die Region, dass 51 Prozent der befragten Firmen von einer guten Geschäftslage berichten können, und 50 Prozent zudem eine günstigen Geschäftsentwicklung erwarten. Nur 24 Prozent klagen über schlechte Geschäfte, 25 Prozent haben rückläufige Erwartungen.

Einmal mehr kann Aachens IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer von einem durchweg positiven Ergebnis berichten – in allen Branchen. 309 Unternehmen mit insgesamt 42.000 Mitarbeitern wurden befragt, 38 Prozent der Befragten berichten von einer guten Geschäftslage, 50 Prozent zumindest von einer gleichbleibenden und nur zwölf Prozent verweisen auf schlechte Geschäfte. Zum Vergleich: Bei der letzten Konjunkturumfrage im Herbst 2013 wurden die Geschäfte von 40 Prozent als gut, von 49 Prozent als gleichbleibend und von elf Prozent als schlecht eingestuft.

Und die Aussichten auf das Frühjahr 2014 sind auffallend optimistisch: 34 Prozent haben eine gute Geschäftserwartung, nur elf Prozent eine schlechte. Im Herbst 2013 waren es 28 Prozent mit guter und 14 Prozent mit schlechter Erwartung. „2014 kann ein gutes Jahr werden. Gestiegene Nachfrage und anziehende Exporte sorgen für Beschäftigung und Einkommen“, erklärt Bayer.

Seit einem Jahr steigt die Geschäftserwartung in der Region kontinuierlich. Auch bei der Aachener Maschinenbau GmbH ist Jürgen J. Sommer mit der Entwicklung zufrieden. „2014 werden wir auch wieder einen guten Anteil unserer Geschäfte im Inland umsetzen“, berichtet er.

Das ist wiederum nicht selbstverständlich: Die Inlandsnachfrage ist bei mehr als der Hälfte der Befragten Unsicherheitsfaktor Nummer 1 im Jahr 2014. Auch im Maschinenbau geht der Blick vielerorts Richtung Export und Ausland. 33 Prozent geht von steigenden Exporten aus, das sind zehn Prozent mehr als bei der letzten Umfrage im Herbst 2013. Branchenübergreifend erwarten 30 Prozent aller befragten Betriebe steigende und nur 14 Prozent sinkende Exporte. „Das Auslandsgeschäft zieht weiter an“, sagt Bayer.

Ebenso oft genannt wie die Inlandsnachfrage wurden bei den Risikofaktoren 2014 die Energiekosten im Zuge der Energiewende. „Keiner weiß so richtig, wie sich die Preise entwickeln werden. Das ist keine einfache Situation“, erklärt Bayer. Jürgen J. Sommer sagt: „Wir können das hier bei uns eh nicht ändern.“ Doch sein Unternehmen hat buchstäblich vorgebaut: Auf dem Hallendach wurde eine Solaranlage montiert, die dem Maschinenbauer die nötige Energie gibt, wenn 30 Tonnen schwere Fertigungsstraßen für Schrauben oder zwei Mal zwei Meter messende Maschinen für die Speichenproduktion hergestellt werden.

Unter sprichwörtlichem Strom stehen laut Konjunkturumfrage aber auch andere Branchen: Im Dienstleistungssektor melden 42 Prozent der Befragten gute Geschäftserwartungen. Im Herbst haben dies nur 26 Prozent gemacht. Im Papier-, Verlags- und Druckgewerbe sind nur drei Prozent unzufrieden und vor allem gibt es keinen Betrieb, der über schlechte Aussichten klagt.

Die Zahl der positiven Geschäftserwartungen hat sich auch hier auf 34 Prozent verdoppelt. Keine Frage, auch hier gilt: Die Auftragsbücher sind vielerorts voll.

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