Maschinenbau: Die Zukunft führt in den Oman

Von: tka
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Schlagen Brücken von Aachen in den Oman: Franz Gaudlitz (links) von der PRS und Tobias Effey von OG Tech. Foto: Steindl

Aachen. Die RWTH Aachen rückt das Sultanat Oman auf die Landkarte der deutschen Industrie. Es sind zwei Spin-offs der Hochschule, also Gründungen aus deren Reihen, die deutschen Unternehmen den Schritt in den Oman erleichtern wollen.

Während die PRS Technologie GmbH von Aachen aus deutsche Firmen auf den Nahen Osten vorbereitet, kümmert sich die Oman German Technology Solutions (OGtech) im Oman um die Firmen vor Ort im Sultanat. Während sich Katar, Dubai und Abu Dhabi in der Weltwirtschaft längst positioniert haben, ist der Oman gerade dabei, sich insbesondere deutschen Firmen zu öffnen.

Strategisch günstig gelegen, politisch stabil – der Oman ist ein sicherer Hafen im Nahen Osten. Dass der Technologietransfer ausgerechnet von Aachen aus vorangetrieben wird, ist kein Zufall. Vor sieben Jahre hat die RWTH in der Hauptstadt Muskat die GU Tech, die German University of Technologie, im Oman gegründet.

Seit anderthalb Jahren forciert Effey mit der OGtech die Einbindung deutscher Unternehmen, denn „Made in Germany“ hat im Sultanat einen hohen Stand. Firmen sollen vor Ort Niederlassungen oder zumindest einen Vertrieb gründen. Entsprechende Kontakte wurden auf dem Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium geknüpft. Europas größte Fachkonferenz ihrer Art mit rund 1200 Teilnehmern und sämtlichen Firmen, die im Maschinenbau Rang und Namen haben, war die ideale Fläche, um die Chancen im Oman aufzuzeigen. Dort entsteht beispielsweise gerade die erste Eisenbahnlinie des Sultanats.

„Der Oman wird immer interessanter“, sagt Effey. Das werde erkannt: Die deutsche Novihum GmbH hat im Oman ein Forschungsprojekt für eine Art künstlichen Humus gestartet. In Deutschland ist der bereits etabliert, im Oman ist das Thema noch Neuland. Aber Böden haben im Wüstenstaat enormes Potenzial. „Die Region muss den Sprung von der Öl- zur Technologiegesellschaft schaffen. Davon können deutsche Unternehmen profitieren“, sagt Effey.

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