Logistikpotenziale in der Region

Von: zva
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Aachen. Die Logistikbranche hatte lange Zeit ein Imageproblem. Produziert viel Verkehr und schafft wenig Arbeitsplätze, lauteten zwei weit verbreitete Urteile.

Dass sich das inzwischen gewandelt hat, war unter anderem Thema beim ersten Logistikmeeting „Logistikpotenziale in der Region - Chancen für die Zeit nach der Krise”, zu dem die regionale Wirtschaftsförderungsagentur Agit und die IHK Aachen eingeladen hatten. Vertreter von knapp 70 regionalen Logistikunternehmen und Wirtschaftsförderern diskutierten miteinander.

„Wo steht die Logistikbranche in der Region Aachen?” lautete eine der Fragen. Für Monika Frohn, Verkehrsreferentin der IHK Aachen, kann Aachen sich im bundesweiten Vergleich durchaus als Logistikregion behaupten: „Die Verkehrsinfrastruktur ist der Standortfaktor Nummer Eins. Insofern hat die Aachener Region eine gewisse Standortgunst, denn hier ist die Autobahndichte um 40 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt.” Insgesamt 23.800 Beschäftigte arbeiteten in den Logistikbetrieben, die sich entlang der Verkehrsachsen A4, A44 und A1 angesiedelt haben.

Einen Beitrag, der stetigen Zunahme der Güterverkehrsleistung und der damit verbundenen Überlastung der Infrastruktur zu begegnen, leistet das von Prof. Klaus Henning vom Zentrum für Lern- und Wissensmanagement (ZLW) und dem Lehrstuhl Informationsmanagement im Maschinenbau (IMA) der RWTH Aachen vorgestellte Konzept von „Zügen auf der Straße”.

Im Rahmen des Projekts Konvoi haben eine Forschergruppe der RWTH und der regionalen Logistikwirtschaft ein System entwickelt und getestet, das es ermöglicht, elektronisch gekoppelte Lkw-Konvoi zum Einsatz zun bringen. Diese sparen Verkehrsfläche und, indem sie den Windschatten ausnutzen, auch Kraftstoff. „Das Beispiel zeigt, wie durch eine enge Kooperation zwischen Hochschule und Logistikwirtschaft ein konkretes Problem in unserer Region angegangen werden kann”, sagt Ulrich Schirowski, bei der Agit zuständig für Regionalentwicklung.
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