Aachen/Düren - „Leichter Optimismus, keine endgültige Trendwende”

„Leichter Optimismus, keine endgültige Trendwende”

Von: zva
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Aachen/Düren. „Leichter Optimismus gewinnt langsam die Oberhand.” So kommentierte am Mittwoch Gabriele Hilger, Leiterin der Agentur für Arbeit Aachen, die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Ende Juni waren 35.319 Menschen im Bezirk der Agentur arbeitslos gemeldet, 516 weniger als im Mai. Im Vergleich zu Juni 2009 waren das 2763 Personen (7,3 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote fiel von 8,9 Prozent auf 8,8 Prozent. Im Jahresvergleich ist die Quote um 0,7 Prozentpunkte gefallen (Juni 2009: 9,5 Prozent). Die Unternehmen der Aachener Region meldeten 2092 offene Stellen, 143 mehr als im Vormonats und 417 als im Vorjahresmonats.

„Insbesondere die zunehmende Zahl der gemeldeten freien Stellen, aber auch die steigende Zahl der Abmeldungen von Arbeitslosen in Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt sind deutliche Signale für eine Besserung der Arbeitsmarktsituation”, sagte Hilgers. Allerdings bedeute dies keine endgültige Trendwende. Denn der Rückgang der Arbeitslosigkeit nach dem erfolgten Frühjahrsaufschwung habe sich abgeschwächt, außerdem trage Kurzarbeit zur Gesamtstabilisierung des Arbeitsmarktes bei.

Im Bereich der Arbeitsagentur Düren sank die Zahl der Arbeitslosen um fast ein Prozent auf 10.788 Personen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 8,1 Prozent (Vorjahr 8,5 Prozent). Harald Küst, Leiter der Agentur für Arbeit Düren, sieht ein positives Stimmungshoch bei den Betrieben: „Aktuell laufen die Geschäfte gut. Die Betriebe im Kreis Düren schalten einen Gang höher. Die Personalnachfrage steigt überraschend deutlich”. 933 Stellenangebote waren im Juni registriert (plus 7,4 Prozentpunkte gegenüber Mai). Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 393 oder rund 73 Prozent Stellen mehr.

Die Betriebe meldeten im Juni Vermittlungsaufträge für 477 Stellen, 16 Stellen mehr als im Vormonat, 244 oder 105 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Aussichten für die zweite Jahreshälfte bewertet Küst verhalten optimistisch: „Nach wie vor gibt es Betriebe in der Region, die die Zahl der Beschäftigten abbauen müssen; andererseits zeigen Stellenzugänge und Neueinstellungen die hohe Dynamik am Arbeitsmarkt.”
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