Lambertz kauft Haribos Kirmes-Lebkuchen

Von: ddp-nrw
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Lambertz - Hermann Bühlbecker
Hermann Bühlbecker, der Besitzer von Lambertz, an einer Gebäckmaschine auf dem Firmengelände. Die Aachener Printenbäckerei wurde 1688 gegründet. Mit neuen Strategien hat er die Marke in den vergangenen 30 Jahren groß gemacht. Foto: dpa

Aachen/Düsseldorf. Die Aachener Lambertz-Gruppe ergänzt ihr Feingebäck-Geschäft durch den Kauf des größten deutschen Herstellers von Kirmesherzen aus Lebkuchen.

Der Produzent von Markengebäck wie Haeberlein-Metzger, Weiss oder Kinkartz übernimmt zum Jahresende von der Haribo-Tochter Gebrüder Schmidt die Backwarensparte Bären-Schmidt. Das teilte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch mit und bestätigte damit einen Bericht des „Handelsblatts” (Donnerstagausgabe).

Lambertz sehe sich in der Lage, Übernahmen in einer Investitionshöhe im zweistelligen Millionen-Bereich zu tätigen, ohne auf Bankkredite zurückgreifen zu müssen, erklärte Inhaber Hermann Bühlbecker.

Die Unternehmensgruppe sei aufgrund ihrer soliden Kapitalausstattung weitgehend bankenunabhängig finanziert. Zudem machten sich im Süßwarenbereich noch keine gravierenden Auswirkungen der Wirtschaftskrise bemerkbar.

Der Süßwarenproduzent Gebrüder Schmidt gehört seit 1971 zum Bonner Fruchtgummihersteller Haribo. Am Standort Mainbernheim in Unterfranken produzieren rund 200 Mitarbeiter Zuckerwaren und Feingebäck wie Dominosteine und Lebkuchen.

Zuletzt trug das Unternehmen 24 Millionen Euro zum geschätzten Haribo-Jahresumsatz von 1,6 Milliarden Euro bei. Der große Renner bei den Bären-Schmidt-Produkten sind Spruchherzen, die bei Volksfesten jährlich von Hunderttausenden Besuchern gekauft werden.

Über den Preis für die Gebäcksparte vereinbarten beide Vertragsparteien Stillschweigen. Ursprünglich sollte Bären-Schmidt von den Grabower Süsswaren übernommen werden, die sich jedoch vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschaftskrise von der geplanten Akquisition wieder zurückgezogen hatten.
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