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Krankenkassen: Kliniken geht es besser als behauptet

Von: epd
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Berlin. Krankenhäusern und Kliniken in Deutschland geht es nach Ansicht der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen längst nicht so schlecht wie behauptet.

Das von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) gezeichnete düstere Bild der Finanzsituation stimme nicht mit der Realität überein, erklärten die Krankenkassen am Montag in Berlin. Die Spitzenverbände warfen einem Teil der Krankenhäuser vor, die Umstellung auf Fallpauschalen „verschlafen” zu haben. Andere Kliniken hätten hingegen durch intelligente Arbeitszeitmodelle, neue Geschäftsfelder, Fusionen oder Privatisierung ihre Effizienz gesteigert.

Trotz einer Reduzierung der Verweildauer seien die Krankenhausausgaben in den vergangenen zehn Jahren stetig gewachsen und lägen über den beitragspflichtigen Einnahmen, so die Kassen. In den Jahren 1996 bis 2006 seien die Löhne und Gehälter der Mitglieder und damit die beitragspflichtigen Einnahmen der Krankenkassen um knapp zehn Prozent, die Krankenhausausgaben pro Mitglied hingegen um mehr als 22 Prozent gestiegen.

Die durchschnittliche Verweildauer in den Krankenhäusern lag den Angaben zufolge 1996 noch bei 10,8 Tagen, 2006 bei 7,6 Tagen. Die Krankenhausgesellschaft hatte kürzlich gewarnt, die wirtschaftliche Lage der Kliniken werde zunehmend schlechter. Im Jahr 2006 hätten rund ein Drittel der Häuser Verluste geschrieben. Für dieses Jahr erwartet der DKG zufolge ein Drittel der rund 2.000 Krankenhäuser in Deutschland negative Ergebnisse, für 2008 sind es sogar 42 Prozent.

Die DKG macht dafür den Tarifabschluss der Ärzte 2006, die Erhöhung der Mehrwertsteuer, höhere Energiekosten und Belastungen durch das neue Arbeitszeitgesetz verantwortlich. Auch die sogenannte Sanierungsabgabe, die Kliniken im Rahmen der Gesundheitsreform verpflichtet, den Krankenkassen rund 280 Millionen Euro jährlich abzutreten, hält die DKG für nicht hinnehmbar. (11887/15.10.2007)

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