Kräfte bündeln für die Elektromobilität

Von: Berthold Strauch
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Anschluss gelungen: Die Aachen
Anschluss gelungen: Die Aachener Region strebt an die Spitze der elektromobilen Bewegung.

Aachen. Neuer kräftiger Impuls für die Elektromobilität: Dieses zukunftsträchtige Thema soll mit der Formierung einer Steuerungsgruppe noch dynamischer angeschoben werden, als es angesichts zahlreicher engagierter Partner jetzt schon unterwegs ist, um möglichst bald die Straßen zu erobern.

Und diese Task Force, wie das „Kompetenzzentrum Elektromobilität Aachen” auch genannt wird, bündelt höchste Kompetenz an ihrer Spitze: Aachens Oberbürgermeister (OB) Marcel Philipp, Städteregionsrat Helmut Etschenberg sowie die Rektoren von RWTH und Fachhochschule Aachen, die Professoren Ernst Schmachtenberg und Marcus Baumann.

Dieser Steuerungsgruppe arbeiten ausgewiesene Experten und Praktiker zu, die Arbeitsgruppen leiten: Prof. Dirk Vallée vom Institut für Stadtbauwesen und und Stadtverkehr an der Elite-Universität (Mobilität), Peter Wolters von der Aachener High-Tech-Schmiede FEV Motorentechnik (Fahrzeugtechnik), Christian Becker, Vorstand des Energieversorgers Stawag (Infrastruktur), Prof. Achim Kampker vom Werkzeugmaschinenlabor der RWTH (Produktion), führender Kopf des konzipierten Aachener Elektroautos „Street Scooter”, und Dieter Begaß (Stadt Aachen), für Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung verantwortlich. Im November, so hieß es vor der Presse, soll ein „Masterplan” für das weitere, abgestimmte Vorgehen präsentiert werden.

Wie es dabei um das Projekt Street Scooter steht, machte Professor Kampker auf Nachfrage deutlich. Schon im Frühjahr 2011 soll ein erstes „Showcar” vorgestellt werden - früher als bislang konzipiert. Denn, so machte FH-Chef Prof. Baumann deutlich, wenn man die Menschen für Elektromobilität begeistern und davon überzeugen wolle, brauchten sie „etwas zum Anfassen” - und das Gefühl, dass das Fahren stromgetriebener Fahrzeuge „Spaß machen” könne. Zehn technische Prototypen des Street Scooters sollen schon ab Herbst nächsten Jahres „greifbar” sein. Und in zweieinhalb bis drei Jahren, also spätestens im Herbst 2013, soll dieses Fahrzeug in die Serienproduktion starten.

Die E-Mobil-Steuerungsgruppe will keine geschlossene Veranstaltung sein. Die Verantwortlichen können sich natürlich gut vorstellen, weitere regionale Partner aus den Kreisen Düren und Heinsberg, aber auch von jenseits der Grenzen in Belgien und den Niederlanden einzubinden. Denn ebenso bei den Nachbarn sollen die Elektroautos fahren - und demnach auch aufgeladen - werden können. In Aachen soll die Zahl von vier Ladesäulen in Stawag-Regie schon bald verdreifacht werden. Darüber hinaus werden Partnerschaften mit Unternehmen gesucht, wie sie etwa bereits mit dem Kosmetikhersteller Babor besteht: Hier können die Mitarbeiter während der Arbeitszeit ihre E-Fahrzeuge bequem „betanken”.

Das Ladenetz soll am Bedarf orientiert ständig weiter ausgebaut werden, hob Stawag-Fachmann Andreas Pfeiffer hervor. Die Stadt Aachen und ihr Umland sei in Sachen Elektromobilität „bereits deutlich weiter als andere Regionen” in Deutschland - nicht zuletzt dank der starken Forschungslandschaft ihrer Hochschulen, so FH-Rektor Baumann. Übrigens: Die RWTH startet im Oktober den neuen Studiengang „Mobilität und Verkehr” - ein weiteres Element, um die notwendigen Strukturen für einen Durchbruch der E-Mobile zu erreichen, Wertschöpfung zu generieren und dabei auch neue Arbeitsplätze zu schaffen und vorhandene möglichst zukunftssicher zu gestalten.
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