Konjunkturumfrage der IHK: Mehrheit der Betriebe ist zufrieden

Von: Christina Merkelbach
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Aachen. Überwiegend zufrieden, aber skeptisch. So fasst Jürgen Drewes, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, die wirtschaftliche Stimmung in der Region zum Beginn des Jahres zusammen. „Jedes dritte Unternehmen im Kammerbezirk Aachen meldet gute Geschäfte, nur jeder siebte Betrieb ist mit seiner Lage unzufrieden.“

 Zum Kammerbezirk gehören die Städteregion Aachen und die Kreise Düren, Heinsberg und Euskirchen. Am Donnerstag präsentierte die IHK die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage. Daran haben sich 305 Unternehmen mit insgesamt 42.000 Beschäftigten beteiligt.

In der Stadt Aachen bewerten 31 Prozent der Unternehmen ihre Lage mit gut und 14 Prozent als schlecht. In der übrigen Städteregion sprechen 45 Prozent von einer guten Konjunktur, acht Prozent sind nicht zufrieden. Im Kreis Düren schätzen 26 Prozent ihre Lage als gut ein, 24 Prozent als schlecht. Im Kreis Heinsberg melden 32 Prozent eine gute und 16 Prozent eine schlechte Lage. Während Industrie, Dienstleister und Handel aktuell mehrheitlich zufrieden sind, überwiegen im Baugewerbe negative Stimmen. Ein Überblick nach Branchen.

Baugewerbe: Hier äußern sich 28 Prozent unzufrieden. Bei der letzten Konjunkturumfrage im Herbst 2012 hatten dies nur acht Prozent getan. Lediglich 13 Prozent der Befragten sind mit ihrer Situation zufrieden (Herbst 2012: 20 Prozent). „Der Bausektor hat unter anderem mit dem Rückgang bei öffentlichen Bauvorhaben zu kämpfen“, erklärte Drewes. „Und er unterliegt einem wesentlich stärkeren Auf und Ab als die anderen Branchen. Die Unternehmen sind auf diese Bewegung eingestellt.“ Das spiegeln auch die Angaben zu den Erwartungen wider: Jeder vierte Baubetrieb (26 Prozent) ist zuversichtlich, dass sich die Geschäfte verbessern werden. Im Herbst hatten sich gerade einmal vier Prozent so geäußert.

Industrie: Die Unternehmen melden weiterhin überwiegend gute Geschäfte. Von den Befragten bezeichnen 29 Prozent und damit rund ein Drittel ihre aktuelle Geschäftslage weiterhin als gut (Herbst 2012: 35 Prozent). 15 Prozent sprechen von einer schlechten Lage (Herbst 2012: 13 Prozent). „Durch höhere Energie- und Rohstoffpreise geraten besonders die Erträge der Industrie unter Druck“, sagte Drewes. Bei einer Mehrheit der Industriebetriebe sind die Umsätze in den vergangenen sechs Monaten gesunken. Die durchschnittliche Auslastung der Produktionskapazitäten ist stabil geblieben und liegt laut IHK auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts. Ein Viertel der Befragten rechnet damit, dass die Geschäfte in den kommenden Monaten zurückgehen (Herbst 2012: 20 Prozent). 19 Prozent gehen hingegen von einer Verbesserung aus (Herbst 2012: 24 Prozent).

Dienstleister: Die Geschäftslage der Dienstleister in der Region hat sich im Vergleich zur Herbstumfrage nur geringfügig verschlechtert. Nahezu die Hälfte der Unternehmen (44 Prozent) bezeichnet sich als zufrieden. Zuvor waren es 46 Prozent. Lediglich jeder zehnte Dienstleistungsbetrieb (9 Prozent) beurteilt die Entwicklung seiner Geschäfte als ungünstig (Herbst 2012: 7 Prozent). Positive Geschäftserwartungen haben 24 Prozent der befragten Dienstleister (Herbst 2012: 19 Prozent). 22 Prozent zeigen sich hingegen pessimistisch (Herbst 2012: 20 Prozent). „Die Dienstleister sind traditionell stabil“, erklärte Drewes.

Handel: Im Handel ist die Lage gut, aber rückläufig. Mit 31 Prozent ist die Mehrheit der Befragten zwar mit ihrer Lage zufrieden, aber im Herbst vergangenen Jahres hatten sich mit 40 Prozent noch mehr Betriebe positiv geäußert. Bei den Großhändlern melden sogar 41 Prozent eine gute Konjunktur. 17 Prozent der Händler nennen ihre Geschäftslage schlecht . Gute Erwartungen an die kommenden Monate haben 16 Prozent der befragten Unternehmen im Groß- und Einzelhandel (Herbst 2012: acht Prozent). 28 Prozent gehen davon aus, dass sich die Lage verschlechtern wird .

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