Konjunkturumfrage der IHK Aachen: Erste Anzeichen für Besserung

Von: kö
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Seit der Umfrage im Herbst 2008 hat sich die Geschäftssituation im Handel kaum verändert: 29 Prozent sprechen von einer guten und ebenso viele von einer schlechten Lage. Foto: Stock/David Heerde

Aachen. Die Wirtschaft im Kammerbezirk Aachen wurde von der globalen Rezession voll erfasst. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK), an der sich rund 370 Unternehmen mit 42.000 Beschäftigten beteiligt haben.

Die äußerst negativen Erwartungen der Unternehmen zum Jahresanfang haben sich bestätigt. Jeder dritte befragte Betrieb bezeichnet seine aktuelle Geschäftslage als schlecht.

„Diese Werte sind allerdings immer noch besser als im Herbst 2003”, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes.

Die Industrie ist am stärksten betroffen von der Rezession. Hier berichtet fast jeder zweite Betrieb von einer Verschlechterung der Geschäftslage.

Bei den Dienstleistern melden die Unternehmen dagegen immer noch überwiegend eine gute Wirtschaftslage. Die Ertragslage der Unternehmen hat sich dagegen in allen Branchen deutlich verschlechtert.

„Wie hart die Rezession die Aachener Region trifft, werden die nächsten Monate zeigen. Nicht unerheblich ist dabei aber die Stimmungslage in den Unternehmen”, erklärt Drewes weiter.

In der Region Aachen haben sich die Geschäftserwartungen - vor allem in der Industrie - gegenüber der letzten Umfrage verbessert.

Gleichzeitig haben die Unternehmen trotz einer schlechteren Ertragslage die Beschäftigtenplanungen nicht gravierend verringert. „Dies sind hoffentlich erste Anzeichen für eine Besserung”, so Drewes.

Die Industrieunternehmen haben seit dem Jahresbeginn erneut einen deutlichen Rückgang ihrer Geschäfte zu verzeichnen. Fast die Hälfte der Unternehmen meldet eine negative Geschäftslage, nur rund jeder fünfte Befragte eine gute wirtschaftliche Situation. 71 Prozent der Industriebetriebe berichten von verringerten Umsätzen.

Die durchschnittliche Auslastung der Produktionskapazitäten sank von 75 Prozent auf 70 Prozent. In Folge dessen melden zwei von drei Unternehmen eine Verschlechterung der Ertragslage. Dies bedeutet auch deutlich verringerte Gewerbesteuereinnahmen für die Kommunen.
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