Jagdfeld legt sich mit der Signal Iduna an

Von: hjd
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Sieht seinen Ruf massiv geschädigt: der Aachener Immobilienentwickler Anno August Jagdfeld. Foto: dpa

Dortmund/Aachen. Vor 18 Monaten hat der Aachener Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld die Versicherungsgruppe Signal Iduna auf Schadenersatz verklagt. Dass der Fall erst jetzt von einer breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen wird, liegt wohl in erster Linie daran, dass die „Bild“-Zeitung die imposante Summe genannt hat, die als Forderung im Raum steht: 429 Millionen Euro.

Ein Sprecher der Jagdfeld-Gruppe bestätigte eine Summe von „mehreren hundert Millionen Euro“, die Jagdfeld vor dem Dortmunder Landgericht wegen Schädigung seines Rufes verlange. Das Gericht wiederum bestätigte, dass es „einen Rechtsstreit eines Unternehmers, der im Immobilienbereich tätig ist, gegen eine Versicherungsgesellschaft, die in Dortmund ansässig ist“, gebe.

Im Wesentlichen handele es sich zunächst nur um einen sogenannten Feststellungsantrag des Klägers, mit dem geprüft werden soll, ob die beklagte Seite prinzipiell zu Schadenersatz verpflichtet sein könnte. Und ein Sprecher der Signal Iduna sagte: „Wir halten die Vorwürfe für völlig abwegig und räumen der Klage keine Erfolgschancen ein.“

Beim dem Streit geht es um den Adlon-Fonds, dessen 4300 Anteilseigner 1994 das Hotel Adlon in Berlin für 380 Millionen Euro gekauft, renoviert und ausgebaut haben. Auch die Signal Iduna war an dem Fonds beteiligt. Jagdfeld sieht sich durch Aussagen der Versicherung „vorsätzlich sittenwidrig geschädigt“.

Es habe eine „Kampagne“ einschließlich Anzeige wegen Untreue gegen ihn gegeben, die letztlich zu Verlusten vieler Kleinanleger seines Adlon-Fonds geführt habe. Noch gravierender sei die „durch die kreditschädigenden Falschbehauptungen ausgelösten Reputations- und Vermögensschäden der Mitglieder der Familie Jagdfeld und deren Unternehmen“.

Tatsächlich hatten das Landgericht Aachen und anschließend das Oberlandesgericht Köln die Zulassung der Klage gegen Jagdfeld Ende 2013 bzw. dann Mitte 2014 abgelehnt. Nun könnte der Fall doch noch die Gerichte beschäftigen

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