Aachen - Innovationsfonds unterstützt grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Innovationsfonds unterstützt grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Trotz aller Euregio-Anstrengungen: Für die Aktivitäten vieler Unternehmen sind die nationalen Grenzen häufig Endstation, sie stehen sozusagen „mit dem Rücken zur Wand”, wie es Ralf P. Meyer von der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit) formuliert.

Meyer verantwortet ein neues interessantes Pilotprojekt, mit dem die Region, die in diesem Fall bis Eindhoven und Löwen in Belgien reicht, neue Maßstäbe in der Firmenkooperation setzen möchte und die auch von den Regierungen dies- und jenseits der Grenzen nach Kräften unterstützt werden.

Gemeinsam mit Agit-Geschäftsführer Ulrich Schirowski und Dieter Begaß, Leiter des Fachbereichs Wirtschaft der Stadt Aachen, stellte Meyer am Mittwoch einen Innovationsfonds vor, der die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Unternehmen kräftig ankurbeln soll. Der mit 4,7 Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen, der Europäischen Union und weiteren Partnern gefüllte Finanztopf soll technologieorientierten kleinen und mittleren Unternehmen aus der Euregio Maas-Rhein tüchtig unter die Arme greifen. 100.000 bis maximal 250.000 Euro können pro Innovationsprojekt als nicht zurückzuzahlende Fördersumme bereitgestellt werden, wenn die internationalen Partner mindestens jeweils den gleichen Betrag beisteuern.

Im Fokus stehen industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung, zum Beispiel auf den Sektoren Neue Materialien, Chemie, Gesundheit und Energie. Die Messlatte liegt dabei auf dem erwartenden Marktpotenzial des gemeinsamen Projekts. Und „nur die besten Ideen gewinnen”, macht Meyer deutlich. Denn erst eine noch nicht formierte Fachjury wählt aus, welche Vorschläge als unterstützenswert eingeschätzt werden. Die Initiatoren sind optimistisch, dass der Topf zügig in Anspruch genommen wird.

Neben dem „Innovationsgrad” und der „regionalen Komponente”, den ins Feld geführten grenzüberschreitenden Verbindungen, spielt der Hightech-Charakter eine Rolle bei der Auswahl. Mit von der Partie sind auch die niederländische Industriebank Liof und weitere Wirtschaftsförderungs-Agenturen aus dem Dreiländereck. Der Fonds heißt GCS, „Grenzüberschreitender Cluster-Stimulus”. Er ist eingebettet in eine Reihe weiterer Aktivitäten, mit denen bereits seit Anfang letzten Jahres Erfahrungen gesammelt werden. Dabei geht es um „Top-Technology-Cluster”, zu dessen Kern Netzwerkveranstaltungen für Unternehmen beiderseits der Grenze zum Kennenlernen gehören.
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