Aachen - IHK-Studie: Technologieunternehmen sind Jobmotor

IHK-Studie: Technologieunternehmen sind Jobmotor

Von: chm
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Aachen. Der Trend geht zu kleineren Gründungen. Zumindest bei den technologieorientierten Unternehmen, kurz TOU, in der Region Aachen. Im Durchschnitt beschäftigt heute jedes TOU rund 23 Festangestellte, 2005 waren es 28.

Nichtsdestotrotz sind diese Unternehmen nach wie vor ein wichtiger Jobmotor - aktuell beschäftigen die 1410 bestehenden TOU 32.076 Mitarbeiter.

Das sind Ergebnisse der entsprechenden Studie, die die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen für den Zeitraum 2005 bis 2009 vorgenommen und am Mittwoch präsentiert hat. Insgesamt ist es die dritte Erhebung ihrer Art. Zum Vergleich: In der Vorgängerstudie, die 2005 erschien, hatte man noch 1020 TOU mit insgesamt 28.500 Mitarbeitern gezählt.

„In den vergangenen vier Jahren sind im Kammerbezirk der IHK 544 TOU gegründet worden. Den Wachstum bei den bestehenden Unternehmen eingerechnet bedeutet das 3576 neue Arbeitsplätze”, sagt Michael Bayer, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer.

Die Studie zeige, dass insbesondere die technologieorientierten Unternehmen mit innovativen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen maßgeblich zum erfolgreichen Strukturwandel in der Region beitragen. Der größte Teil der TOU stammt aus den an den hiesigen Hochschulen starken Fachbereichen Maschinenbau (23 Prozent), IT (20 Prozent) und Mess- und Werkstofftechnik (14 Prozent).

53 Prozent der TOU sind Spin-Offs der Aachener Hochschulen, 2005 waren es noch etwa 60 Prozent. Die Ausgründungsquote aus den anderen Einrichtungen wie dem Forschungszentrum Jülich oder den Fraunhofer Instituten liegt unverändert bei sechs Prozent. Mit 48 Prozent (2005: 52 Prozent) stellen Ausgründungen aus bereits bestehenden Unternehmen das zweitstärkste Potenzial dar. Vergleichsweise viele Gründungen erfolgen in Stadt und Städteregion Aachen sowie in Heinsberg. Düren und Euskirchen treten weniger hervor.

„Für einen Standort sprechen die Nähe zu einem unserer 13 Technologiezentren oder, wie im Falle von Heinsberg, gute Angebote und Förderquoten für Existenzgründer”, sagt Jürgen Drewes, IHK-Hauptgeschäftsführer. Als besonders erfreulich bezeichnet er, dass die Gründungszahlen sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gut entwickelten. „Das zeigt, dass Selbständigkeit an sich attraktiv ist.” Hindernisse beim Aufbau eines Unternehmens sind laut Studie Schwierigkeiten bei der Kundenakquise (51 Prozent) und mangelnde Finanzierung (35 Prozent).

Wegen vereinfachter und inhaltlich breiterer Fördermöglichkeiten sei die IHK zurzeit mit den Ministerien für Wirtschaft und Innovation des Landes NRW im Gespräch, erklärt Drewes. Bislang seien die seit 2004 in der Region etablierten Finanzierungsinstrumente nämlich nur für eine kleine Gruppe der TOU zugänglich. „Insgesamt wurden damit in den vergangenen fünf Jahren nur 17 Unternehmen gegründet.”

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