Aachen - IHK Aachen plädiert für „Brückentechnologie”

IHK Aachen plädiert für „Brückentechnologie”

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen setzt in Zeiten der Energiewende weiter auf die regionale Braunkohle als „Brückentechnologie”.

Wie Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes in einem Gespräch mit CDU-Landtagsfraktionschef Karl-Josef Laumann und dessen Stellvertreter Lutz Lienenkämper deutlich machte, müsse dies für die heimische Energie noch für einen „verhältnismäßig langen Zeitraum” gelten. In der Region seien energieintensive Unternehmen ansässig, die eine verlässliche Versorgung brauchten. Sie würden „erheblich verlieren”, wenn es eine „Politik der Nadelstiche” oder gar einen „großen Schnitt” zu Lasten der Braunkohle geben sollte, mahnte Drewes. Die erteilten Genehmigungen bis etwa zur Mitte dieses Jahrhunderts seien „schützenswert”, so der IHK-Chef. „Wir brauchen weiter fossile Energie - und die sollten wir nicht in Australien holen.”

Anlass des Gesprächs, an dem anschließend auch regionale Unternehmen teilnahmen, war ein im vergangenen Jahr in Aachen erarbeitetes Positionspapier der Landes-CDU mit dem Titel „Werte schaffen - Industriearbeitsplätze verstehen und fördern”. Hierin, so Drewes, gebe es viel Übereinstimmung zwischen den Positionen der Kammer und der Düsseldorfer Oppositionsfraktion. Er plädierte auch für eine Stärkung der regionalen Zusammenarbeit im Rheinland nach dem Beispiel der Ruhr. Zudem mahnte er, dass die Wirtschaft weiterhin ausreichend Flächen „in vernüftiger Qualität” für Expansionsschritte wie etwa im Bereich Logistik brauche. Es reiche nicht, allein auf recycelte Indus- trieareale setzen zu wollen, die oftmals von Wohnnutzung umgeben seien.

Die Gäste aus der Landeshauptstadt unterstützten den Wunsch der Kammer nach einer steuerlichen Förderung der Forschung in den Unternehmen. Gerade mit Blick auf die Grenzlage und der Praxis in den Niederlanden, wo es größere Freiräume gebe, müssten gleiche Bedingungen das Ziel sein, hatte Drewes formuliert.

Laumann unterstrich, dass sich die CDU zu industriellen Kernen im Lande bekenne. Dies bedinge aber auch, dass entsprechende In-frastrukturprojekte unterstützt werden müssten - deren Durchsetzung „immer schwieriger” werde, auch im eigenen bürgerlichen Lager. Doch „Wegducken” sei keine Lösung, die Politik müsse sich klar bekennen, verwies er etwa auf die Debatte um Kraftwerksstandorte.
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