Handwerk wirbt um Azubis

Von: kö
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Bei den Friseuren ist die Zahl der Azubis deutlich gesunken: Die Kammer wirbt beim Tag des Handwerks für den Beruf. Foto: Harald Krömer

Aachen. Als eine gute Wahl will sich das Handwerk am kommenden Samstag, einen Tag vor der Bundestagswahl, präsentieren. Bundesweit wird dieser Tag in allen 53 Kammern begangen, und die Aachener wollen die Besucher von 12 bis 17 Uhr im Kammergebäude am Sandkaulbach auf spielerische Weise über ihre Branche informieren.

Sechs Berufe stellen sich den Jugendlichen und ihren Eltern vor, und damit die Angelegenheit nicht zu langweilig wird, gilt es an den einzelnen Ständen Fragen zu beantworten. Zum Ende der Veranstaltung werden die Punkte auf der Gewinnkarte ausgewertet und wird der Sieger ermittelt.

„Am Tag des Handwerks ist die Kammer für jeden die richtige Adresse“, gibt sich die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Nicole Tomys zuversichtlich. Sie hofft, ebenso wie die Bundesparteien einen Tag später, auf eine hohe Beteiligung.

Im Foyer der Kammer informieren Lebensmittelhandwerke wie Bäcker und Fleischer. Wer hier Backwaren unter Aufsicht eines Ausbildungsmeisters herstellt, erhält einen Punkt für das Gewinnspiel. Gleichzeitig wird aber auch über die Chancen eines Berufs informiert, der schon längst nicht mehr an der Wurst-Theke endet, sondern etwa durch das Catering völlig neue Geschäftsfelder bietet.

Die Betriebsberater der Kammer geben Tipps zur Existenzgründung oder Nachfolgeregelung im Handwerk.

Beratung gibt es auch zum Thema Solarenergie und Energieeinsparmöglichkeiten im Haus. Das Handwerk, so Tomys, sei bei der Energiewende voll engagiert. Im Innenhof der Kammer steht ein Elektroauto, dessen Vor- und Nachteile von Experten produktneutral analysiert werden. Am Stand der Friseure warten Übungsköpfe für Dauerwellen-Versuche oder Hochstecktechniken.

Das spielerische Werben der Kammer um den Nachwuchs hat einen ernsten Hintergrund. Konnten im Ausbildungsjahr 2012/13 rund 2600 Lehrverträge im Kammerbezirk Aachen abgeschlossen werden, erwartet Tomys in diesem Jahr „ein kleines Minus“. Insgesamt sind im Augenblick über 7000 Auszubildende eingetragen.

Um 15 Prozent sind die Ausbildungszahlen im Friseurhandwerk gesunken. Deshalb unternimmt die Kammer große Anstrengungen, um diesen Beruf interessanter zu machen. „Der Salon ist nur eine Möglichkeit“, erläutert Gabriele Wöltje, stellvertretende Fachbereichsleiterin im Friseurhandwerk und verweist auf neue Möglichkeiten im Bereich der Körperpflege. Im Friseurzentrum der Kammer in Aachen finden überbetriebliche Wochenkurse statt, die die Auszubildenden einmal pro Lehrjahr besuchen.

Mehr Infos unter www.hwk-aachen.de/tag-des-handwerks.

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