Maastricht - Gute Zahlen geben dem MAA frischen Rückenwind

Gute Zahlen geben dem MAA frischen Rückenwind

Von: Berthold Strauch
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Maastricht. Der Maastricht Aachen Airport (MAA) kämpft ums finanzielle Überleben. Und nur dank einer 4,5-Millionen-Euro-Überbrückungshilfe der niederländischen Provinz Limburg kann der Flugbetrieb vorerst aufrechterhalten und die drohende Insolvenz abgewendet werden.

 Unterdessen meldet Flughafenchef Sander Heijmans aktuell erfreuliche Zahlen, was den Passagierverkehr und die Luftfracht betrifft. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres, das jeweils im April beginnt, habe sich die Zahl der Passagiere im Vergleich zu Vorjahresquartal um 27 Prozent erhöht. Ebenso positiv habe sich das Frachtaufkommen entwickelt, dessen Einbruch in jüngster Zeit die aktuelle Finanzmisere auf dem Flughafen entscheidend ausgelöst hatte. Laut Heijmans sei dieses Geschäft – mit einem Vorlauf von etwa einem halben Jahr ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt – von April bis Juni um zwölf Prozent gewachsen. Am MAA sind die Cargo-Gesellschaften Royal Jordanian, Cargolux und Turkish Airlines aktiv.

In der Hochzeit der Urlaubsflüge in den Monaten Juli und August will der Airport mehr als 120 000 Passagiere abfertigen. „Dies“, so Heijmans am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung, „entspricht einem Anstieg von über 25 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum in 2012.“ Vor allem die Tatsache, dass die irische Billigfluglinie Ryanair Ende letzten Jahres den MAA zu ihrer Basis aufgewertet hatte, trage zu dieser positiven Entwicklung bei. Überdies habe Ryanair in dieser Hauptsaison zusätzliche Flüge nach Alicante in Spanien ins Programm aufgenommen, außerdem ins portugiesische Faro, nach Palma de Mallorca, nach Girona bei Barcelona und Trapani auf Sizilien in Italien sowie nach Dublin.

Heijmans hat festgestellt, dass die Zahl der Passagiere aus Belgien und Deutschland, die den MAA nutzen, spürbar angestiegen sei. Diese Gruppe mache bereits mehr als die Hälfte des Aufkommens im gesamten Jahr aus.

Insgesamt bietet der Airport im Süden der Niederlande 18 Destinationen an. Neben Ryanair nutzt die Fluggesellschaft Transavia, die auf die griechische Insel Kreta sowie nach Dalaman und Antalya in der Türkei fliegt, den MAA. Außerdem die türkische Airline Corendon steuert von dort aus Antalya an der Südküste des Landes an.

Unterdessen gehen die Rettungsbemühungen für die Maas-tricht Airlines, die Insolvenz anmelden mussten, weiter. Wie deren Finanzchef Paul Sies am Donnerstag auf Nachfrage darlegte, stehe der Insolvenzverwalter John Huppertz in konkreten Verhandlungen mit zwei bis drei an einer Übernahme interessierten Investoren. Er rechne mit dem endgültigen Start der Fluggesellschaft zur kommenden Wintersaison.

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