Gut Rosenberg zu Kompetenzzentrum erweitert

Von: Jan Uphues
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Neuer Titel, veränderte Inhalte: Regierungspräsident Hans Peter Lindlar, Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Ralf W. Barkey und Wolfgang Kohl, Leiter der Akademie Gut Rosenberg (von rechts). Foto: Wolfgang Plitzner

Aachen. Die Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg in Aachen-Horbach darf sich ab sofort Kompetenzzentrum für Handwerksdesign und Gestaltung nennen - und ist damit die bundesweit erste Einrichtung dieser Art. Der Kölner Regierungspräsident Hans Peter Lindlar ernannte die Akademie damit am Montag zu „einem der Leuchttürme der handwerklichen Ausbildung in Deutschland”.

Die Fortbildungen zum Handwerksdesigner und Meisterdesigner werden künftig sechssemestrige Bachelor-Studiengänge sein. Damit geht das Handwerk auf die neuen Anforderungen des Marktes ein.

Laut Ralf W. Barkey, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, verlangen die heutigen Kunden einen guten Handwerker und Designer in einer Person: „Der Kunde möchte eine individuelle Qualitätslösung haben, zum Beispiel für die Gestaltung seines Badezimmers oder eine Ecke seines Wohnzimmers. Dafür sind natürlich Gespür und Kenntnisse für Design notwendig.”

Zusätzlich bietet das Kompetenzzentrum künftig Schulungen zwischen einem und drei Monaten für Betriebsinhaber an. Hier lernen sie, neue Produkte zu entwickeln und innovativ zu sein. Auch in der Erstausbildung bietet das Zentrum Hilfe an: den Azubis die Grundlagen der Gestaltung, den Berufsschullehrern die weiterführenden Kenntnisse.

Bevor sich die Akademie mit dem neuen Titel schmücken konnte, galt es, einen vier Jahre langen Bewerbungsprozess beim Berliner Bundesbildungsministerium durchzustehen. Die Mühe hat sich gelohnt: In den nächsten drei Jahren investieren die Handwerkskammer Aachen, der Bund und das Land NRW mehr als 1,1 Millionen Euro in das Kompetenzzentrum. Für 321.000 Euro werden Computer und Werkstätten auf den technisch neuesten Stand gebracht. Mit knapp 800.000 Euro sollen bis zum Jahr 2011 Dozentenstellen bezahlt werden, die den guten Ruf und Bekanntheitsgrad der Akademie mit ihrem Leiter Wolfgang Kohl noch verbessern sollen. Danach soll sich das Modell ohne Geld der öffentlichen Hand tragen.

Wer sich im Kompetenzzentrum über einen Bachelor-Studiengang weiterbilden möchte, muss nach wie vor eine abgeschlossene Ausbildung in einem gestaltenden Handwerk mitbringen. Die Bewerber müssen aber zudem nicht nur Arbeitsproben mitbringen, sondern sich auch einem Bewerbungsgespräch stellen.

Bereits heute kommen rund 60 Prozent der Absolventen nicht aus dem Kammerbezirk Aachen, sondern aus ganz NRW und auch Deutschland. „Im vergangenen Jahr hatten wir auch vereinzelt Bewerber aus Amerika, der Schweiz und sogar Australien hier”, erinnert sich Barkey.

In den bisherigen 25 Jahren ihres Bestehens hat sich die Akademie für Handwerksdesign einen überregionalen Ruf erworben. Die bisherigen Studenten und Absolventen haben nach Kammerangaben 14 Staatspreise und 20 Erstplazierungen in Wettbewerben errungen. Die Entscheidung des Bundesbildungsministeriums bezeichnet Barkey deshalb auch als „nicht überraschend”.

Der nächste Bewerbungstermin beim Kompetenzzentrum für Handwerksdesign und Gestaltung Gut Rosenberg ist am 3. April. Ansprechpartnerin ist Birgit Krickel (02407/90 89-132).

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