Grünenthal setzt voll auf Schmerzmittel und Forschung

Von: red
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Aachen. Die Strategie ist definiert: Konzentration auf Produkte gegen Schmerz, Stärkung des Zukunftsmarktes Lateinamerika, Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Mit diesem Fokus hat das Aachener Pharmaunternehmen Grünenthal im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 973 Millionen Euro erzielt. Die bereinigten Umsatzerlöse, also ohne die Umsatzanteile von veräußerten Geschäften, stiegen um 13 Prozent, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Wachstumstreiber seien vor allem das Schmerzmittel Palexia (plus 36 Millionen Euro) und und das Lidocain-Pflaster Versatis (plus 28 Millionen Euro) gewesen. Auch die Lizenzerlöse aus dem Wirkstoff Tapentadol im nordamerikanischen Markt seien weiter gestiegen. Der Anteil der Schmerzprodukte am Gesamtumsatz von Grünenthal habe sich auf 73 Prozent (2011: 68 Prozent) erhöht. Junge Schmerzprodukte, die längstens seit 2007 auf dem Markt sind, markierten einen Anteil am Umsatz von rund 30 Prozent.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbesserte sich 2012 deutlich auf 79 Millionen Euro. Dies basiere auf einer höheren Profitabilität im Kerngeschäft, niedrigeren Marketing- und Vertriebsaufwendungen und Effizienzsteigerungen in der Verwaltung, erklärte Vorstandschef Harald F. Stock.

In Forschung und Entwicklung hat das Unternehmen mit 251 Millionen Euro acht Prozent mehr als im Vorjahr investiert. Der Anteil dieser Investitionen am Umsatz liege mit 26 Prozent des Umsatzes deutlich über dem Branchendurchschnitt. Auch der Ausbau des Geschäfts in Lateinamerika kommt nach Angaben von Stock mit zwei Einlizensierungsvereinbarungen für neue Schmerzprodukte voran.

Die Finanzlage der Grünenthal Gruppe sei solide, sagte Stock. Die Bilanzsumme habe sich um rund 134 Millionen auf 1,188 Milliarden erhöht, die Eigenkapitalquote auf 70 Prozent (2011: 64 Prozent). Die Gruppe sei annähernd schuldenfrei ist. Für die kommenden Jahre erwartet Grünenthal steigenden Preisdruck und stärkeren Wettbewerb mit Generika. Die Optimierung der betrieblichen Prozesse werde vorangetrieben. Stock erwartet für 2013 einen geringeren Umsatz und ein deutlich niedrigeres Ergebnis vor Steuern, da der Verkauf von Unternehmensanteilen abgeschlossen sei. Für 2014 stellt Stock eine „Rückkehr auf den Wachstumspfad mit steigendem Umsatz und Ergebnis vor Steuern“ in Aussicht.

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