Aachen - Gründungswettbewerb AC² startet: Beraterin hilft bei Fragen

Gründungswettbewerb AC² startet: Beraterin hilft bei Fragen

Von: Daniel Gerhards
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Erfolgreiche Unternehmensnachfolge: Bernd Noky (links) und André Simon haben ein Planungsbüro übernommen. Im Wettbewerb AC² gab es Hilfe beim Businessplan. Am Ende landeten die beiden unter besten zehn. Foto: Daniel Gerhards

Aachen. Für André Simon und Bernd Noky war der Gründerwettbewerb AC² vor allem eines: eine große Hilfe beim Start in ihr Unternehmerdasein. Dass sie das Büro für Kommunal- und Regionalplanung (BKR) übernehmen würden, war vorher lange geplant. Irgendwann wurden sie dann auf den Wettbewerb aufmerksam.

Nach einem Beratungsgespräch bei der IHK war den beiden klar, dass sie teilnehmen wollen. Das war im Jahr 2012. Der Wettbewerb 2014/2015 ist bereits angelaufen. Heute findet in Aachen die letzte von vier Auftaktveranstaltungen statt (siehe Infobox).

Sechs Jahre vorbereitet

Das BKR besteht schon seit mehr als 30 Jahren in Aachen. Dietmar Castro und Ajo Hinzen hatten das Büro 1980 gegründet. Anfang 2014 übernahmen Noky und Simon die Firma, sie arbeiten bereits seit mehr als zehn Jahren im Unternehmen. Sechs Jahre hatten sie die Nachfolge vorbereitet. Wegen der langen Vorlaufzeit waren schon viele Dinge im Vorhinein geklärt. Aber die Teilnahme am Wettbewerb gab den beiden noch einmal einen Schub.

„Auf dem Weg zum Businessplan haben wir Unterstützung von einer Mentorin bekommen“, sagt Bernd Noky. Das war Therese Fiedler, sie unterstützte besonders in betriebswirtschaftlichen Fragen. Es sei dabei um Umsatz- und Liquiditätsplanung gegangen, um Steuern und Rücklagen. „Die beiden waren total offen dafür. Ihnen war vollkommen klar, was auf sie zukam. Ich habe da offene Türen eingerannt“, sagt Fiedler. Zahlen und Finanzen – darum müssen sich Unternehmer nun mal kümmern.

In dieser Hinsicht ist die Geschichte von Noky und Simon typisch für angehende Unternehmer: Meist sind diese Leute Experten in ihrem Fachgebiet. In betriebswirtschaftlichen Fragen haben sie aber häufig Defizite. André Simon ist Landschaftsplaner und Umweltarchitekt, Bernd Noky ist Stadtplaner. Beide arbeiteten bei BKR zuletzt als Projektleiter.

In fachlicher Hinsicht wissen sie also ganz genau, was sie tun. In die Geschäftsführerrolle mussten sie erst einmal hineinwachsen. „Der Sprung vom Kollegen zum Chef ist nicht einfach. Das ist ein Lernprozess“, sagt Simon. Sie müssen nun mehr Aufgaben delegieren, wollen trotzdem Kontakt zur Projektarbeit halten. Sie kümmern sich jetzt um Akquise von neuen Projekten, Personal, Finanzen, Bürostruktur, aber auch um Dinge wie zum Beispiel einen Betriebsausflug.

Beim Wettbewerb AC² gaben Noky und Simon schließlich ihre Business-, Liquiditäts- und Rentabilitätspläne ab. Am Ende landeten sie unter den besten zehn.

Den Fragen der Jury stellen

Der Ausrichtung des Zwölf-Mitarbeiter-Unternehmens wollen sie treu bleiben. Sie kombinieren Stadt- und Umweltplanung. Sie entwickeln Konzepte, meist im Auftrag von Städten, für die Nutzung von Flächen. Sie antworten auf Fragen wie: Wo ist Bebauung möglich? Wo sind Grünschneisen sinnvoll? Wo lassen sich Gewerbeflächen realisieren? Wo soll es Wohnbebauung geben? Für die Stadt Aachen erarbeitete BKR zum Beispiel einen „Masterplan“ und einen neuen Flächennutzungsplan.

Wichtig war für Noky und Simon auch, dass sie sich im Gründerwettbewerb den Fragen der Jury stellen mussten. „Das ist eine gute Hilfe, um sich Dinge noch einmal zu verdeutlichen“, sagt Noky. Außerdem wirke das gute Abschneiden im Wettbewerb wie ein Türöffner bei Banken: „Wir hatten bei den Finanzierungsgesprächen schon ein gutes Standing, wenn die IHK uns als Teilnehmer von AC² angekündigt hat“, sagt Simon.

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