Galileo above vernetzt die Hochschule mit der Region

Von: Kö
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Aachen. Was hat das ab 2015 am Himmel operierende europäische Satellitennavigationssystem Galileo mit der Region Aachen zu tun?

Es sorgt dafür, dass bereits in der Vorbereitungs-und Aufbauphase ein Betrag von immerhin elf Millionen Euro für zwei Galileo-Test-und Entwicklungsprojekte in die Region fließt.

Einen entsprechenden Bewilligungsbescheid für die regionalen Aktivitäten konnte am Freitag Prof. Dirk Abel, Leiter des Instituts für Regelungstechnik der RWTH Aachen, vorweisen. Er betreut federführend für weitere TH-Institute die regionalen Projekte „Galileo above”, die zum Ziel haben, neue Anwendungsfelder des künftigen europäischen Satellitennavigationssystem zu erschließen.

Die Gelder dafür stammen vom Land Nordrhein-Westfalen (vier Millionen Euro) und von der Raumfahrt-Agentur des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Im Rahmen des Projekts werden Anwendungen im Straßenbereich (automotive GATE) in Aldenhoven-Siersdorf und im Schienenbereich (railGATE) in Wegberg-Wildenrath gefördert.

Ebenso wie die Landräte der Kreise Düren und Heinsberg, Wolfgang Spelthahn und Stephan Pusch, sieht Dirk Abel in den Projekt Galileo above eine idealtypische Vernetzung der Hochschule mit der Region.

Die zu errichtenden Anlagen in Aldenhoven-Siersdorf und Wegberg-Wildenrath werden einer Betreibergesellschaft übergeben, an der die Technische Hochschule Aachen, die Entwicklungsagentur Agit sowie die Kreise Düren und Heinsberg beteiligt sind.

Die Abkürzung „above” steht übrigens für Aachener Testzentrum für bodengebundenen Verkehr. Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch sieht in den Projekt „einen Glücksfall” zur Aufwertung des bestehenden Prüfcenters für Bahntechnik des Siemens-Konzerns in Wegberg-Wildenrath.

Erste Anwendungen könnten sich im Bereich der schienenfahrzeugtechnischen Ortung und beim kuppelbereiten Positionieren ergeben.

Im Automobil-Testgelände der Technischen Hochschule in Aldenhoven-Siersdorf kommt der Bewilligungsbescheid gerade zum rechten Zeitpunkt: Am kommenden Montag steht der erste Spatenstich für die Erweiterung der Anlage auf dem Programm.
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