„Future Train“: Sie setzen den Zug der Zukunft aufs Gleis

Von: Thorsten Karbach
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Visionen sollen Realität werden: Siemens und die RWTH Aachen arbeiten gemeinsam am Zug der Zukunft. Dieses Modell gibt einen Hinweis, wo die Reise hingeht. Montage: Siemens AG
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Kooperation mit der RWTH: Siemens-Mobility-Chef Jochen Eickholt. Foto: Siemens AG

Aachen. Neue Technologien, innovative Werkstoffe und modernste Fertigungsverfahren sollen den Zug der Zukunft flott machen. Daran arbeiten Siemens und die RWTH Aachen fortan mehr denn je zusammen.

Ein entsprechendes Forschungsabkommen zum sogenannten „Future Train“-Projekt wurde geschlossen, wie die beiden Partner – Siemens ist ohnehin größter Industriepartner der RWTH – am Donnerstag bekanntgaben. Bereits im kommenden Jahr sollen erste Vorhaben in die Tat umgesetzt werden.

Letztlich gehe es darum, eine neue – die übernächste – Generation von Schienenfahrzeugen aufs Gleis zu setzen. Das erklärte der Vorstandsvorsitzende der Siemens-Division Mobility, Jochen Eickholt, der selbst an der RWTH studiert und promoviert hat: „Der Future Train bietet für uns die Chance, mit innovativen Ansätzen eine völlig neue Generation von Schienenfahrzeugen zu entwickeln.“

Auf dem Weg dahin wird auf Tandems gesetzt: Die Konstruktionsgruppen werden immer von einem Siemens- und einem RWTH-Vertreter geleitet. 14 Professoren der Aachener Hochschule werden sich beteiligen. „Wir wissen, dass wir vor einer großen Herausforderung stehen. Die bisherigen Ideen lassen aber optimale Ergebnisse erhoffen“, erklärt Peter Burggräf, als Oberingenieur am Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH einer der Mit-Initiatoren der Kooperation.

Das neuartige Schienenfahrzeug soll gleichzeitig Teil eines größeren Mobilitätskonzepts werden, in das (autonom fahrende) Elektroautos eingebunden werden könnten. Die Forschungspartner wollen nach eigener Aussage die Bahn im Wettbewerb der Verkehrsmittel auf diesem Wege konkurrenzfähiger machen.

„Es ist die komfortabelste Form der Fortbewegung, ich kann dort schlafen, arbeiten, lesen oder surfen und habe auch noch Bewegungsfreiheit“, erklärt der geschäftsführende WZL-Direktor, Professor Günther Schuh. Mit dem Aachener Westbahnhof gibt es dafür am Rande des Campus der RWTH den passenden Zugang zum Schienennetz.

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