Aachen/Düren - Für die Kunden soll sich nichts ändern

Für die Kunden soll sich nichts ändern

Von: Christina Merkelbach
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Blickt der Zusammenlegung posi
Blickt der Zusammenlegung positiv entgegen: Gabriele Hilger, Leiterin der Aachener Agentur für Arbeit. Foto: Michael Jaspers

Aachen/Düren. Der Wandel kommt schneller als zunächst gedacht: Zum 1. Oktober werden die Arbeitsagenturen Aachen und Düren zusammengelegt. Die neue Großagentur trägt den Namen Agentur für Arbeit Aachen-Düren.

Als die Fusionspläne Mitte vergangenen Jahres bekannt wurden, war man an den beiden Standorten noch von einem Start zum 1. Januar 2013 ausgegangen. Druck gebe es dennoch nicht, sagt Gabriele Hilger, Leiterin der Aachener Agentur. „Die Vorbereitungen laufen gut, und es spricht nichts dagegen, dass wir am 1. Oktober mit der neuen Struktur loslegen können.” Es ist vorgesehen, dass Hilger auch die neue Agentur leiten wird, nur der Verwaltungsausschuss muss noch zustimmen.

Für die Kunden der bislang zwei Agenturen Aachen und Düren soll sich nichts ändern. Die zehn Standorte (Aachen, Alsdorf, Düren, Erkelenz, Eschweiler, Geilenkirchen, Heinsberg, Jülich, Stolberg und Monschau) bleiben erhalten, ebenso die Ansprechpartner vor Ort. „Vermutlich wird die Zusammenlegung komplett an unseren Kunden vorbeigehen”, sagt Hilger. Im neuen Agenturbezirk Aachen-Düren leben nach jüngsten Zahlen rund 1,1 Millionen Menschen.

Die Fusion ist Teil einer bundesweiten Strukturreform: Aus 178 Häusern werden so 156. Erst vor kurzem hatte Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise unserer Zeitung gegenüber bekräftigt, bis Ende 2015 eine Milliarde Euro einsparen zu wollen, vor allem durch Personalabbau. In Aachen und Düren, sagt Hilger, solle aber keiner der insgesamt 550 Arbeitsplätze wegfallen, auch räumlich müssten die Mitarbeiter sich nicht verändern.

„Durch die erfreulichen Entwicklungen, die es in den vergangenen Jahren im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagenturen gegeben hat, ist es nicht mehr sinnvoll, kleinere Agenturen als eigenständig beizubehalten”, erklärt Hilger. „Es kann ja nicht unser Ziel sein, möglichst viele Kunden zu haben. Ganz im Gegenteil: Im Idealfall dürfte es uns erst gar nicht geben.” Zur Erklärung: In die Zuständigkeit der Arbeitsagenturen fallen alle, die Anspruch auf Arbeitslosengeld (ALG I) haben. Um ALG-II-Empfänger (Hartz IV) kümmern sich hingegen die Jobcenter.

„Vor dem Hintergrund der gesunkenen Fallzahlen insbesondere bei den Arbeitslosen, die von den Arbeitsagenturen und nicht von den Jobcentern betreut werden, ist die Fusion der beiden Agenturen sicherlich im Sinne der Versicherten, sofern alle bisherigen Standorte auch erhalten bleiben”, erklärt Ralf Woelk, Vorsitzender der DGB-Region NRW Süd West. Die aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen finanzierten Agenturen würden, wie alle anderen Einrichtungen des Sozialversicherungssystems, einer regelmäßigen Überprüfung der Strukturen unterliegen.
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