Köln - Flughafen Köln/Bonn sieht sich wieder im Aufwind

Flughafen Köln/Bonn sieht sich wieder im Aufwind

Von: dpa
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Flughafen Köln-Bonn
Nach einem Passagier- und Frachtrückgang im vergangenen Jahr sieht sich der Flughafen Köln/Bonn wieder im Aufwind.

Köln. Nach einem Passagier- und Frachtrückgang im vergangenen Jahr sieht sich der Flughafen Köln/Bonn wieder im Aufwind. Für 2010 erwartet Flughafenchef Michael Garvens, dass die Passagierzahlen um 3 Prozent steigen und so wieder die 10 Millionen- Marke erreichen.

Im Frachtbereich gehe er von einer Zunahme um 12 Prozent auf 625.000 Tonnen aus, sagte Garvens bei der Bilanzvorlage am Mittwoch. Nach einem Verlust von 4,8 Millionen Euro strebt er für dieses Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis an.

Während die Zahlen sich im ersten Quartal dieses Jahres bereits sehr positiv entwickelt hätten, gab es im April wegen der Flugausfälle durch die Vulkanaschewolke einen empfindlichen Dämpfer. Rund 1700 Flüge fielen aus, insgesamt kostete die Luftraumsperrung den Flughafen drei Millionen Euro. Dieser Betrag solle unmittelbar an anderer Stelle wieder eingespart werden. „Harte Personalmaßnahmen” seien aber nicht geplant, sagte Garvens.

Am Wochenende hatten einige Fluggesellschaften angekündigt, wegen der Flugausfälle auf Ausgleichszahlungen zu klagen. Dazu sagte Garvens, der Flughafen Köln/Bonn werde eine solche Klage zunächst zwar nicht aktiv betreiben. „Aber wenn die Fluggesellschaften eine Kompensation bekommen, dann werden auch wir die Hand aufhalten.”

2009 war nach Worten von Garvens das bisher schlimmste Jahr in der Geschichte des internationalen Luftverkehrs. Dennoch habe der Flughafen Köln/Bonn das Krisenjahr „relativ glimpflich” überstanden. Gründe dafür seien ein umfangreiches Sparprogramm sowie die Konzentration des Geschäfts auf Billigflieger und Frachtbetrieb. Vor allem Germanwings hat sein Netz auf der Strecke ab und nach Köln/Bonn deutlich ausgebaut, und in der zweiten Jahreshälfte wird das neue FedEx-Frachtzentrum seinen Betrieb aufnehmen.

Insgesamt starteten oder landeten im vergangenen Jahr Maschinen mit 9,7 Millionen Passagieren (minus 5,8 Prozent). Der Frachtumschlag ging um 5,1 Prozent auf 562 000 Tonnen zurück. Der Umsatz sank auf 254,6 Millionen Euro (minus 3,2 Prozent).

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