Flexible und maßgeschneiderte Lösungen

Von: hjd
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Nah dran am Kunden: Lancom-Gründer und Geschäftsführer Ralf Koenzen. Foto: Stefan Schaum

Würselen. Krise? Welche Krise? Bei der Lancom Systems GmbH ist das kein Thema. Obwohl die IT-Branche in den vergangenen Monaten herbe Rückschläge einstecken musste, hat der Unternehmen mit Sitz am Aachener Kreuz in Würselen ein äußerst erfolgreiches Jahr hinter sich.

Der Umsatz ist seit der Gründung als Management-Buy-Out aus der ehemaligen Elsa AG im Jahr 2002 gestiegen; für das ablaufende Jahr erwartet Gründer und Geschäftsführer Ralf Koenzen 23,5 Millionen Euro nach 21,7 Millionen im vergangenen Jahr. Auch beim Auftragseingang gab es per Ende Oktober ein Plus von zwölf Prozent.

Warum das so ist? Koenzen führt mehrere Gründe für die mehr als robusten Zahlen des Herstellers von Kommunikationslösungen (Stichworte: Standortvernetzung, mobiler Datenzugang, WLAN) ins Feld: die hohe Qualität der Produkte, gewährleistet durch 30 Mitarbeiter in den Bereichen Entwicklung und Qualitätsmanagement, die Anpassung der Produkte (Router, Access Points, Antennen etc.) an die Bedürfnisse der Kunden (22 Mitarbeiter im Vertrieb, 22 im Support- und Trainingscenter) und die Präsenz vor Ort, die einhergeht mit schnellen Entscheidungswegen.

Tatsächlich sucht das Unternehmen mit insgesamt 120 Mitarbeitern derzeit zwei bis drei Entwickler, was nicht nur Koenzen bei der Nähe zur RWTH überrascht.

Mittlerweile ist Lancom der zweitgrößte Anbieter in Deutschland von Routern und WLAN-Lösungen und -Vernetzungen im Einzelhandel. Größter Kunde ist bislang die Rewe Gruppe. Großprojekte wie dieser - derzeit werden in einem zweiten Zyklus Nachfolgegeräte installiert - machen rund ein Drittel des Lancom-Geschäfts aus, der größte Teil geht in die Fläche.

120000 Produkte verkauft Lancom im Jahr. Das Unternehmen arbeitet dabei bundesweit mit Systemhäusern zusammen. Die Brandbreite der Kundschaft ist enorm - vom Eifelbauern, der endlich Internet haben will, über das gigantische Palm-Island-Projekt in Dubai bis hin zur Öresund-Brücke zwischen Dänemark und Schweden.

Da gibt es keine Standardlösungen: Lancom arbeitet wie eine Maßschneiderei. Ein Unternehmen, das so flexibel sein muss wie die Produkte, die es anbietet.

Krise? Welche Krise? Der 14. Aachener Unternehmerabend, traditionell veranstaltet vom Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) der RWTH Aachen, richtete den Blick bewusst nach vorn. Die Quintessenz der Vorträge nahm FIR-Direktor Prof. Günther Schuh vorweg: „Jetzt und gerade jetzt ist die Zeit für den Aufbruch.”

Dass die Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen, und wenn nicht: schnellstens zu schaffen sind, daran ließ er keinen Zweifel. Die Stichworte: Lean, also schlankes Management - Konzentration auf das Wesentliche - Innovation.

Konkrete Beispiele dafür, wie das gelingen kann, lieferten - sehr temperamentvoll - Ingo Kufferath-Kassner, Vorstand der Dürener GKD Gebr. Kufferath AG, der weltweit operierenden und sehr breit aufgestellten Weberei für Metall und Kunststoffe, und Martin Hubschneider, Vorstand und Gründer der CAS Software AG Karlsruhe. Welche auch ökonomischen Chancen sich aus den überlebenswichtigen Maßnahmen zur Energieeffizienz und Ressourcenproduktivität ergeben, beschrieb Prof. Peter Hennicke vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie.

Und Christoph Bolling, Forschungs-Leiter der Aachener FEV Motorentechnik, zeigte am Beispiel Elektromobiliät auf, wie Innovation Märkte schafft.
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